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Alle Projektmanagement Schulungen

Schulung SAFe® 6 Release Train Engineer: Den Agile Release Train steuern

PI Planning orchestrieren, Flow optimieren, Impediments lösen

3 Tage / S6863
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Schulungsformen

Inhouse-/Firmenschulung

  • 3 Tage - anpassbar
  • Termin nach Wunsch
  • In Ihrem Hause oder bei der GFU
  • Preis nach Angebot

  • Lernumgebung in der Cloud
  • Inhalte werden auf Wunsch an die Anforderungen Ihres Teams angepasst.
Präsenz Online Hybrid

Beschreibung

Der Release Train Engineer ist die am schwersten zu besetzende Rolle im SAFe-Ökosystem. Jedes Unternehmen, das SAFe einführt, braucht RTEs - mindestens einen pro ART, bei mehreren ARTs mehrere. Aber die Rolle ist anspruchsvoll: Der RTE ist kein Projektleiter (er hat keine Weisungsbefugnis), kein Scrum Master (er arbeitet nicht auf Team-Ebene), kein Product Manager (er entscheidet nicht über Inhalte). Er ist der Servant Leader des gesamten ART - verantwortlich für den Flow von Value, die Orchestrierung von PI Planning, die Lösung programm-übergreifender Impediments und die kontinuierliche Verbesserung des Gesamtsystems.
Stellen Sie sich den RTE als den „Chief Scrum Master" für 50-125 Menschen vor. Er facilitiert die wichtigsten Events (PI Planning, ART Sync, System Demo, Inspect & Adapt), stellt sicher, dass die Teams effektiv zusammenarbeiten, macht Abhängigkeiten und Risiken sichtbar, eskaliert Impediments, die kein einzelnes Team lösen kann, und misst den Fortschritt mit Flow-Metriken statt mit Gantt-Charts. Er tut das alles ohne formale Autorität - durch Facilitation, Coaching und Einflussnahme.

Vertiefen Sie Ihr Wissen mit einer weiteren Projektmanagement Weiterbildung aus unserem Angebot.

Schulungsziel

Jede teilnehmende Person verlässt das Seminar mit der Erfahrung, ein PI Planning facilitiert zu haben (inkl. Peer-Feedback), einem Repertoire an ART-Steuerungswerkzeugen (Flow-Metriken, Impediment-Management, Inspect & Adapt, Stakeholder-Kommunikation), einem persönlichen 30-Tage-RTE-Aktionsplan und der Vorbereitung auf die RTE-Zertifizierungsprüfung .

Details

Inhalt

Tag 1: Die RTE-Rolle und PI Planning vorbereiten
1. Der Release Train Engineer: Servant Leader des ART
  • Ziele und Erwartungen der Teilnehmenden
    • Klärung individueller Lernziele und Erwartungen für ein praxisnahes und relevantes Seminar
  • RTE im SAFe-Kontext: Der ART (Agile Release Train) ist SAFes primäres Wertschöpfungsvehikel - 5-12 Teams, synchronisiert durch PI Planning, mit einem gemeinsamen Ziel. Der RTE steuert den ART operativ, ohne inhaltliche Entscheidungen zu treffen.
  • Abgrenzung zu anderen Rollen: RTE ≠ Projektleiter (keine Weisungsbefugnis, kein Gantt-Chart, kein Command-and-Control). RTE ≠ Scrum Master (arbeitet auf Programm-Ebene, nicht auf Team-Ebene, coacht die Scrum Master statt die Teams). RTE ≠ Product Manager (entscheidet nicht was gebaut wird, sondern wie der ART funktioniert). RTE = Servant Leader, Facilitator, Coach, Impediment-Remover, Flow-Optimierer.
  • Verantwortlichkeiten im Überblick: PI Planning vorbereiten und facilitieren, ART Events managen (ART Sync, System Demo, Inspect & Adapt), programm-übergreifende Impediments lösen, Abhängigkeiten zwischen Teams managen, ART-Metriken erheben und kommunizieren, Scrum Master coachen, Stakeholder-Kommunikation auf Programm-Ebene, Continuous Improvement vorantreiben.
  • Servant Leadership in der Praxis: Wie führe ich 50-125 Menschen ohne Weisungsbefugnis? Einflussnahme durch Facilitation (wer den Prozess steuert, hat Einfluss), durch Transparenz (wer Daten sichtbar macht, verändert Verhalten), durch Coaching (wer die Scrum Master befähigt, skaliert seine Wirkung).
  • Zusammenarbeit im Trio: RTE + Product Management + System Architect = die drei Schlüsselrollen des ART. Jeder hat einen Fokus: PM (Was?), Architect (Wie?), RTE (Wie gut fließt es?). Regelmäßiger Austausch, gemeinsame Entscheidungen, kein Silo.
  • Praxis-Übung: Rollen-Abgrenzungsübung - 20 typische ART-Situationen: „Wer handelt? RTE, PM, System Architect, Scrum Master oder Team?" Diskussion der Grauzonen.
2. PI Planning vorbereiten: Die wichtigsten 2 Wochen vor dem Event
  • Readiness-Checkliste: Was muss stehen, bevor 50-125 Menschen in einem Raum (oder virtuell) zusammenkommen? Programm-Backlog priorisiert (PM-Verantwortung, aber RTE prüft die Readiness), Architektur-Vision vorbereitet (System Architect), Business Context vorbereitet (Business Owner/PM), Facilities organisiert (Raum, Boards, Materialien, Technik), ART-Mitglieder informiert (Agenda, Erwartungen, Vorbereitung).
  • Facilitation-Plan erstellen: Agenda für die 2 Tage minutengenau planen - Begrüßung (wer?), Business Context (wer?, wie lange?), Architektur-Vision (wer?, wie lange?), Team Breakouts (wie viele Runden? wie lange?), Management Review (wann?), Draft Plan Review (wann?), Confidence Vote (Ablauf?), Risiken-ROAM (Prozess?).
  • Virtuelle und hybride PI Planning vorbereiten: Seit COVID ist PI Planning oft virtuell oder hybrid. Tooling (Miro, Mural, SAFe Studio, Jira Advanced Roadmaps), Breakout-Room-Management, Zeitzonenkompetenz (wenn der ART über Kontinente verteilt ist), Energiemanagement (2 volle Tage virtuell = Erschöpfung -> Pausen, Energizer, async Pre-Work).
  • Stakeholder-Management vor PI Planning: Business Owner briefen (was wird präsentiert? was wird von ihnen erwartet?), Erwartungen setzen (PI Planning ist kein Status-Meeting, sondern kollaborative Planung), Teilnahme sicherstellen (nichts ist schädlicher als ein Business Owner, der am Tag 2 nicht erscheint).
  • Pre-PI Planning (bei mehreren ARTs): Wenn ein Solution Train existiert (Large Solution SAFe), findet vor dem PI Planning der einzelnen ARTs ein Pre-PI Planning statt - der RTE koordiniert mit anderen RTEs und dem Solution Train Engineer.
  • Praxis-Übung: Facilitation-Plan für ein PI Planning erstellen - Agenda, Rollenverteilung, Zeitplan, Risiko-Mitigation (Was wenn der Business Owner absagt? Was wenn ein Team remote ist? Was wenn der Beamer ausfällt?).
3. PI Planning facilitieren: Tag 1 und Tag 2 aus RTE-Perspektive
  • Eröffnung und Business Context (RTE facilitiert): Begrüßung, Agenda erklären, Regeln setzen (Timeboxes, Handzeichen, Parken-Feld für Off-Topic). PM präsentiert Business Context, RTE steuert Q&A, hält die Timebox.
  • Architektur-Vision und Development Practices: System Architect präsentiert technische Leitlinien, Architectural Runway, Enabler. RTE stellt sicher, dass Teams verstehen, welche technischen Rahmenbedingungen gelten.
  • Team Breakouts facilitieren: Der RTE ist nicht in einem Breakout-Room - er rotiert zwischen den Teams, beobachtet den Fortschritt, hilft bei Problemen, stellt sicher, dass Teams auf Kurs sind. Der Scrum Master facilitiert den Team-Breakout, der RTE facilitiert das Gesamtsystem.
  • Draft Plan Review und Management Review: Teams präsentieren ihre Draft PI Objectives - der RTE moderiert, hält die Timebox (2 Min pro Team!), sammelt Feedback der Business Owner, identifiziert Konflikte und Abhängigkeiten.
  • Programm-Board und Abhängigkeiten: Der RTE orchestriert das Programm-Board - jedes Team markiert seine Abhängigkeiten zu anderen Teams. Der RTE identifiziert kritische Pfade, unaufgelöste Abhängigkeiten und Engpässe. Das Programm-Board ist das wichtigste Artefakt des RTE.
  • Risiken und ROAM: Alle identifizierten Risiken werden nach ROAM kategorisiert: Resolved (gelöst), Owned (jemandem zugewiesen), Accepted (bewusst akzeptiert), Mitigated (Gegenmaßnahme definiert). Der RTE moderiert die ROAM-Session und stellt sicher, dass kein Risiko unkategorisiert bleibt.
  • Confidence Vote: Jedes Teammitglied stimmt ab (1-5 Finger). Der RTE liest den Raum: unter 3 im Durchschnitt -> Plan muss angepasst werden. Einzelne 1er oder 2er -> mit diesen Personen sofort klären. Der Confidence Vote ist das Frühwarnsystem des RTE.
  • Plan-Finalisierung und Commitment: Teams finalisieren ihre PI Objectives, der RTE konsolidiert das ART-PI-Ergebnis, Business Owner bestätigen den Business Value.
  • Praxis-Übung: PI Planning Facilitation in Aktion - die Gruppe simuliert ein PI Planning (verkürzt). Ein Teilnehmer übernimmt die RTE-Rolle und facilitiert: Business Context -> Team Breakout -> Draft Plan Review -> Programm-Board -> ROAM -> Confidence Vote. Feedback: Timebox gehalten? Abhängigkeiten identifiziert? Raum gelesen?
Tag 2: ART-Execution, Flow und Impediment-Management
4. ART Events steuern: Sync, Demo, Coaching
  • ART Sync (wöchentlich): 30 Min, alle Scrum Master + RTE + PM. Nicht: jedes Team berichtet. Sondern: Was blockiert teamübergreifend? Welche Abhängigkeiten sind gefährdet? Welche Risiken sind eskaliert? Der RTE moderiert, dokumentiert Aktionen, verfolgt nach.
  • Scrum of Scrums (bei Bedarf): Technische Synchronisation zwischen Teams - der RTE stellt sicher, dass es stattfindet und effektiv ist, facilitiert aber nicht zwingend selbst (delegiert an Scrum Master).
  • System Demo (alle 2 Wochen): Alle Teams zeigen das integrierte Ergebnis - nicht einzelne Team-Inkremente, sondern das zusammengesetzte System. Der RTE organisiert die Demo: Reihenfolge, Timebox pro Team, Stakeholder einladen, Feedback dokumentieren. Die System Demo ist der Gradmesser für den ART-Fortschritt.
  • Scrum Master coachen: Der RTE ist der Coach der Scrum Master - nicht ihr Manager. Regelmäßige 1:1s: Wie läuft dein Team? Wo brauchst du Unterstützung? Welche Impediments kannst du nicht allein lösen? Der RTE befähigt die Scrum Master, die Scrum Master befähigen die Teams.
  • Praxis-Übung: ART Sync simulieren - 5 „Scrum Master" berichten, der RTE identifiziert die 3 kritischsten Themen, definiert Aktionen und Verantwortliche. 15 Min, dann Feedback.
5. Flow optimieren: Metriken, Engpässe und WIP-Management
  • Flow-Metriken auf ART-Ebene: Flow Distribution (wie viel Kapazität fließt in Features vs. Enabler vs. Defects vs. Maintenance?), Flow Velocity (wie viele Features pro PI?), Flow Time (wie lange dauert ein Feature von Priorisierung bis Done?), Flow Load (wie viele Features gleichzeitig in Arbeit?), Flow Predictability (geplant vs. geliefert).
  • Cumulative Flow Diagram (CFD) für den ART: Wachsende Bänder = steigender WIP = Engpass. Der RTE nutzt das CFD, um Bottlenecks sichtbar zu machen: „In den letzten 3 PIs staut sich die Arbeit in der Spalte 'Testing'. Wir haben ein Testkapazitäts-Problem."
  • Predictability Measure: Geplante PI Objectives vs. tatsächlich gelieferte PI Objectives. Zielwert: 80-100 %. Unter 80 %: das Team committed zu viel oder wird zu oft durch Impediments gebremst. Der RTE analysiert die Ursachen und leitet Gegenmaßnahmen ein.
  • Abhängigkeitsmanagement: Das Programm-Board als lebendes Dokument - der RTE aktualisiert es während des PI, verfolgt Abhängigkeiten, eskaliert gefährdete Lieferungen. Abhängigkeiten sind der häufigste Grund für PI-Misserfolg - der RTE ist der Abhängigkeits-Jäger.
  • WIP-Limits auf ART-Ebene: Nicht nur Teams haben WIP-Limits - der ART als Ganzes hat eine maximale Feature-Kapazität. Zu viele Features gleichzeitig -> alle langsam. Weniger Features gleichzeitig -> schnellerer Durchfluss.
  • KI-gestützte Flow-Analyse (SAFe 6.0): KI-Tools zur Erkennung von Engpassmustern, Prognose von Lieferterminen (Monte-Carlo-Simulation), automatisierte Identifikation wiederkehrender Blocker. Brücke zum GFU-Seminar „Kanban mit KI" (NEU, 2T).
  • Praxis-Übung: Flow-Metriken für einen fiktiven ART analysieren (CFD, Predictability, Flow Load) - Engpass identifizieren, Hypothese formulieren, Gegenmaßnahme vorschlagen.
6. Impediment-Management: Lösen, eskalieren oder akzeptieren
  • Impediments auf Programm-Ebene: Nicht jedes Impediment gehört zum RTE - Team-Impediments löst der Scrum Master. Der RTE übernimmt Impediments, die teamübergreifend sind (gemeinsame Infrastruktur, organisatorische Blockaden, Abhängigkeiten zu externen Teams/Lieferanten, Policy-Konflikte).
  • Eskalationspfad: Team -> Scrum Master -> RTE -> Solution Train Engineer / Management. Der RTE eskaliert schnell und sachlich, ohne Schuldzuweisungen. Jedes Impediment hat einen Owner und einen Zieltermin.
  • Organisatorische Impediments: Lange Beschaffungsprozesse (Hardware braucht 6 Wochen statt 6 Tagen), geteilte Teammitglieder (Person X ist in 3 Teams gleichzeitig), fehlende Testumgebungen, Change-Advisory-Board als Bottleneck. Der RTE macht diese systemischen Probleme sichtbar und treibt strukturelle Lösungen.
  • Impediment Tracking: Öffentlich und transparent - jedes Impediment auf einem Board, sichtbar für alle. Status (Offen, In Arbeit, Eskaliert, Gelöst), Owner, Alter. Der RTE reviewt das Board wöchentlich mit dem Management.
  • Praxis-Übung: 8 Impediment-Szenarien bewerten - welche löst der Scrum Master, welche der RTE, welche werden eskaliert? Für 3 Impediments: Lösungsstrategie definieren.
7. Risikomanagement und Relentless Improvement
  • Risikomanagement während des PI: Risiken aus dem PI Planning (ROAM) werden nicht „erledigt" - sie werden aktiv verfolgt. Der RTE reviewt die ROAM-Liste in jeder ART Sync: Sind Mitigated-Risiken tatsächlich mitigiert? Sind Owned-Risiken in Bearbeitung? Sind neue Risiken aufgetaucht?
  • Inspect & Adapt facilitieren: Das wichtigste Verbesserungsevent des ART - am Ende jedes PI. Drei Teile: 
    • PI System Demo: Gesamtergebnis aller Teams an Stakeholder und Business Owner. Der RTE organisiert und moderiert.
    • Quantitative Measurement: PI Objectives erreicht? Predictability? Flow-Metriken-Trend? Der RTE präsentiert die Zahlen, nicht als Bewertung, sondern als Grundlage für Verbesserung.
    • Problem-Solving Workshop: Das größte Impediment oder den größten Verbesserungsbereich identifizieren (Dot-Voting), Root Cause Analyse (Fishbone, 5 Whys), Improvement Stories formulieren und ins nächste PI einplanen.
  • Relentless Improvement als RTE-Kernauftrag: Der RTE ist nicht nur der „Event-Manager" des ART - er ist der Treiber der kontinuierlichen Verbesserung. Jedes PI ein bisschen besser: kürzere Cycle Times, höhere Predictability, weniger Abhängigkeiten, bessere System Demos.
  • Innovation and Planning (IP) Iteration nutzen: Die letzte Iteration im PI - keine Feature-Arbeit, sondern Hackathons, Weiterbildung, technische Schulden, Vorbereitung des nächsten PI Planning. Der RTE schützt diese Iteration vor „nur noch schnell dieses Feature fertig"-Versuchungen.
  • Praxis-Übung: Inspect & Adapt simulieren - Quantitative Measurement für einen fiktiven ART präsentieren, Problem-Solving Workshop facilitieren (Dot-Voting -> Root Cause -> Improvement Story).
Tag 3: Stakeholder-Management, Transformation und Praxis-Workshop
8. Stakeholder-Management und Kommunikation auf Programm-Ebene
  • Business Owner managen: Business Owner sind die Sponsoren des ART - sie genehmigen PI Objectives, bewerten Business Value, entscheiden bei Scope-Konflikten. Der RTE sorgt dafür, dass sie involviert bleiben (nicht nur beim PI Planning auftauchen), informiert sind (ART-Metriken, Fortschritt, Risiken) und entscheidungsfähig sind (Optionen vorbereiten, nicht Probleme eskalieren).
  • Management-Reporting: Was will das Management wissen? Nicht: „Team 3 hat 42 Story Points geliefert." Sondern: „Der ART hat 85 % seiner PI Objectives erreicht, die Feature Cycle Time ist von 6 auf 4 Wochen gesunken, und das größte Risiko (Lieferant X) ist mitigiert." Der RTE übersetzt ART-Metriken in Business-Sprache.
  • Kommunikation bei Problemen: Transparenz ohne Panik. „Wir werden PI Objective 3 wahrscheinlich nicht erreichen. Ursache: externe Abhängigkeit zu Team Y verzögert sich um 3 Wochen. Optionen: (A) Scope reduzieren, (B) IP-Iteration nutzen, (C) ins nächste PI verschieben. Empfehlung: Option B." Lösungsorientiert, nicht schuldzuweisend.
  • Communities of Practice (CoP) fördern: Der RTE initiiert und unterstützt CoPs - Wissensaustausch über Teams hinweg. Testing CoP, Architecture CoP, DevOps CoP. CoPs sind der Ort, an dem Best Practices entstehen und ART-weite Standards vereinbart werden.
9. Der RTE in der SAFe-Transformation
  • ART Launch vorbereiten und begleiten: Wenn ein neuer ART gegründet wird: Value Stream identifizieren, Teams formieren, erste PI Planning organisieren, initiale ART-Praktiken etablieren. Der RTE ist der Geburtshelfer des ART.
  • Vom Projektleiter zum RTE: Viele RTEs kommen aus dem klassischen Projektmanagement. Die Umstellung: von Kontrolle zu Facilitation, von Gantt-Chart zu Programm-Board, von Statusbericht zu Flow-Metriken, von Weisungsbefugnis zu Servant Leadership. Was muss verlernt werden?
  • RTE in großen Lösungen (Solution Train): Wenn mehrere ARTs an einer Lösung arbeiten: Koordination mit anderen RTEs, Solution Train Engineer als Eskalationsinstanz, Pre-PI und Post-PI Planning.
  • Typische RTE-Fehler: Zu viel selbst facilitieren (Scrum Master nicht befähigen), zu wenig eskalieren (Impediments allein lösen wollen), zu wenig Metriken (Bauchgefühl statt Daten), zu viel Prozess (Events um der Events willen statt Wertschöpfung).
  • Selbstfürsorge: Der RTE ist die Person, die alle Probleme des ART aufnimmt. Burnout-Risiko ist real. Netzwerk aufbauen (RTE Community of Practice), Coaching annehmen (SPC, Agile Coach), Grenzen setzen (nicht alles ist ein RTE-Problem).
10. Praxis-Workshop: „Ich facilitiere ein PI Planning"
Phase 1 - PI Planning Facilitation (60 Min):
  • Vollständige PI Planning Simulation (verkürzt auf 60 Min).
  • 2-3 Teilnehmende übernehmen nacheinander die RTE-Rolle.
  • Ablauf: Business Context -> Team Breakouts -> Draft Plan Review -> Programm-Board -> ROAM -> Confidence Vote.
  • Feedback nach jeder Rotation: Timebox-Management, Raumsteuerung, Umgang mit Konflikten, Programm-Board-Qualität.
Phase 2 - ART-Steuerung (30 Min):
  • Flow-Metriken für den simulierten ART analysieren: Engpass identifizieren, Gegenmaßnahme formulieren.
  • Inspect & Adapt: Problem-Solving Workshop facilitieren.
  • 3 Impediment-Szenarien lösen: Team-Level, Programm-Level, organisatorisch.
Phase 3 - Rollenaktionsplan und Prüfung (30 Min):
  • Persönlicher RTE-Aktionsplan: „In meinen ersten 30 Tagen als RTE mache ich..." 
    • Woche 1: ART-Landkarte erstellen (Teams, Rollen, Abhängigkeiten, Stakeholder)
    • Woche 2: Flow-Metriken-Baseline erheben, Impediment-Board einrichten
    • Woche 3: ART Sync und System Demo evaluieren und optimieren
    • Woche 4: Erstes 1:1 mit jedem Scrum Master, PI Planning Vorbereitung starte
  • Prüfungsvorbereitung: SAFe® 6 RTE-Prüfung - Multiple Choice, 90 Minuten, 73 % Passing Score, erste zwei Versuche im Seminarpreis, Prüfung innerhalb von 60 Tagen.
  • 10 prüfungstypische Fragen durchgehen: PI Planning Facilitation, ROAM, Flow-Metriken, Inspect & Adapt, RTE-Verantwortlichkeiten vs. andere Rollen.
  • Lernressourcen: SAFe Studio, RTE Community of Practice, SAFe CoPilot.

  • Erfahrene Scrum Master und Team Coaches: Die den nächsten Karriereschritt machen und einen Agile Release Train (50-125 Personen) steuern.
  • Projektleiter und Programmmanager: Die ihre Rolle in einer SAFe-Transformation finden und vom klassischen Programmmanagement auf Lean-Agile umsteigen.
  • Agile Coaches: Die ARTs coachen, PI Planning facilitieren und die Transformation auf Programm-Ebene vorantreiben.
  • Release Manager und Delivery Manager: Die Release-Koordination, Abhängigkeitsmanagement und Risikomanagement in skalierten Umgebungen verantworten.
  • Alle, die die SAFe® 6 Release Train Engineer (RTE)-Zertifizierung anstreben.
Voraussetzungen: Mindestens eine SAFe-Zertifizierung (SA, SSM, POPM oder SP) oder vergleichbare SAFe-Erfahrung. Praktische Erfahrung als Scrum Master, Agile Coach oder Projektleiter. Verständnis von PI Planning, Iteration Execution und ART-Grundlagen. Idealerweise Besuch von „Leading SAFe® 6" (S2490, 2T) und/oder „SAFe® 6 Scrum Master" (S2684, 2T).
Abgrenzung: Dieses Seminar vermittelt die operative Steuerung des ART - PI Planning facilitieren, Flow optimieren, Impediments eskalieren, Inspect & Adapt leiten. Wer SAFe aus Leadership-Perspektive kennenlernen möchte, findet „Leading SAFe® 6" (S2490, 2T). Wer die Team-Ebene vertiefen möchte, findet „SAFe® 6 Scrum Master" (S2684, 2T). Wer das Portfolio steuern möchte, findet „SAFe Lean Portfolio Management" (S6717, 3T).


In Präsenz

Online
Lernmethode

Ausgewogene Mischung aus Theorie und praktischen Übungen auf persönlichem Schulungs-PC.

Wie auch bei unseren Präsenz-Seminaren: Ausgewogene Mischung aus Theorie und praktischen Übungen. Trainer durchgehend präsent.

Unterlagen

Seminarunterlagen oder Fachbuch inklusive. Das Fachbuch wählt der Trainer passend zum Seminar aus - Ihren individuellen Buch-Wunsch berücksichtigen wir auf Nachfrage gerne.

Seminarunterlagen oder Fachbuch inklusive (via DHL). Das Fachbuch wählt der Trainer passend zum Seminar aus - Ihren individuellen Buch-Wunsch berücksichtigen wir auf Nachfrage gerne.

Arbeitsmaterialien

Din A4 Block, Notizblock, Kugelschreiber, USB-Stick, Textmarker, Post-its

Teilnahmezertifikat

Nach Abschluss des Seminars erhalten Sie das Teilnahmezertifikat inkl. Inhaltsverzeichnis per E-Mail als PDF.


In Präsenz

Online
Teilnehmendenzahl

min. 1, max. 8 Personen

Garantierte Durchführung *

Ab 1 Teilnehmenden

Schulungszeiten
3 Tage, 09:00 - 16:00 Uhr
Ort der Schulung
GFU Schulungszentrum oder Virtual Classroom
GFU Schulungszentrum
Am Grauen Stein 27
51105 Köln-Deutz

oder online im Virtual Classroom oder europaweit bei Ihnen als Inhouse-Schulung

Um ein optimales Raumklima zu gewährleisten, haben wir das Schulungszentrum mit 17 hochmodernen Trotec TAC V+ Luftreinigern ausgestattet. Diese innovative Filtertechnologie (H14 zertifiziert nach DIN EN1822) sorgt dafür, dass die Raumluft mehrfach pro Stunde umgewälzt wird und Schadstoffe zu 99.995% im HEPA-Filter abgeschieden und infektiöse Aerosole abgetötet werden.

Zusätzlich sind alle Räume mit CO2-Ampeln ausgestattet, um jederzeit eine hervorragende Luftqualität sicherzustellen.

Räumlichkeiten

Helle und modern ausgestattete Räume mit perfekter Infrastruktur

Bequem aus dem Homeoffice von überall

All-Inclusive

Frühstück, Snacks und Getränke ganztägig, Mittagessen im eigenen Restaurant, täglich 6 Menüs, auch vegetarisch

Eine Auswahl unserer Frühstücks-Snacks und Nervennahrungs-Highlights senden wir Ihnen mit den Seminarunterlagen via DHL zu.
Barrierefreiheit

Das GFU-Schulungszentrum (Am Grauen Stein 27) ist barrierefrei

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In Präsenz

Online
  • Eigener Shuttle-Service
  • Reservierte Parkplätze
  • Hotelreservierung
  • Technik-Sofort-Support

Buchungsmöglichkeiten

Online oder in Präsenz teilnehmen

Sie können sowohl Online als auch in Präsenz am Seminar teilnehmen. Klicken Sie bei Ihrer Buchung oder Anfrage einfach die entsprechende Option an.

Inhouse-/Firmenschulung
  • Lernumgebung in der Cloud
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Präsenz Online Hybrid

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FAQ für Inhouse Schulungen

Bei einer offenen Schulung stehen Ort und Termin vorab fest. Jeder Interessent kann eine offene Schulung buchen, daher treffen Teilnehmer aus verschiedenen Unternehmen aufeinander.

Inhouse Schulungen können auf Ihren individuellen Schulungsbedarf zugeschnitten werden. Sie bestimmen den Teilnehmerkreis, Termin und Schulungsort.

Bei einer Inhouse Schulung gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Unternehmens ein und decken den Schulungsbedarf direkt bei Ihnen im Unternehmen ab.

Das spart Zeit und Geld und sorgt für einen schnellen Wissenstransfer Ihrer Mitarbeiter.

Eine komplette Lernumgebung in der Cloud mit Remote Zugriff ist für uns selbstverständlich. Sie müssen sich um nichts kümmern. Lediglich ein funktionierender PC oder Notebook mit Internetanschluss sollte für jeden Teilnehmer am Schulungstag bereit stehen.

  • Kompetente Seminarberatung
  • Dozenten aus der Praxis
  • Auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittener individueller Lernstoff
  • Sie können den Termin flexibel gestalten, so wie es für Sie am besten passt
  • Unsere Inhouse Schulungen können Europaweit durchgeführt werden
  • Der Fokus liegt auf Ihrem Schulungsbedarf, somit schonen Sie Ihr Budget
  • Wissenslücken Ihrer Mitarbeitet werden schnell geschlossen
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