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Schulung Employer Branding: Arbeitgeberattraktivität strategisch aufbauen

Kandidatenerlebnis gestalten und Mitarbeitende binden - im Fachkräftemangel den Unterschied machen

2 Tage / S6852
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  • Dritter Mitarbeitende kostenfrei
  • Learning & Networking in einem. Garantierte Durchführung ab 1 Teilnehmenden.
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  • Preis nach Angebot

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  • Inhalte werden auf Wunsch an die Anforderungen Ihres Teams angepasst.
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  • 1 Teilnehmender = Fokus aufs Fachliche und maximaler Raum für individuelle Fragen.
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Beschreibung

Der  Fachkräftemangel ist in DACH kein konjunkturelles Problem mehr - er ist  strukturell. Die Babyboomer gehen in Rente, die Generation Z hat andere Erwartungen, und die Digitalisierung schafft neue Rollen schneller, als Bildungssysteme qualifizieren können. In der IT fehlen Hunderttausende Fachkräfte. Der Arbeitsmarkt hat sich gedreht: Nicht Unternehmen wählen Kandidaten aus - Kandidaten wählen Unternehmen.
In diesem Markt reichen Stellenanzeigen nicht mehr. Wer Talente gewinnen und halten will, braucht eine Arbeitgebermarke   - eine klare, authentische Antwort auf die Frage: „Warum sollte ich bei euch arbeiten und nicht bei der Konkurrenz?" Diese Antwort ist die Employee Value Proposition (EVP) :  das Versprechen, das ein Unternehmen seinen Mitarbeitenden gibt - nicht nur Gehalt, sondern Purpose, Kultur, Entwicklung, Flexibilität,  Teamqualität, Technologie.
Aber  Employer Branding ist nicht Marketing für HR. Es ist keine  Hochglanzbroschüre, kein Imagevideo mit lachenden Mitarbeitenden, kein  Obstkorb-Instagram-Post. Authentisches Employer Branding beginnt innen - bei der tatsächlichen Mitarbeitererfahrung - und strahlt dann nach  außen aus. Wenn die Kununu-Bewertung 2,8 Sterne zeigt und die  Karriereseite „Best Place to Work" verspricht, glaubt niemand die  Karriereseite.

Schulungsziel

Jede teilnehmende Person verlässt das Seminar mit einer Employee Value Proposition (Kern-EVP + zielgruppenspezifische Varianten), einer Candidate-Experience-Analyse mit konkreten Verbesserungen, einem Kommunikationsplan (LinkedIn, Kununu, Karriereseite, Content), einem Retention-Maßnahmenplan (Stay-Interviews, Empfehlungsprogramm, Entwicklungspfade), einem KPI-Dashboard (5 Kennzahlen mit Zielwerten) und einer priorisierten Roadmap (Quick Wins -> Mittelfristig -> Strategisch).

Details

Inhalt

Tag 1: Verstehen und Positionieren - EVP und Arbeitgebermarke
1. Employer Branding verstehen: Warum Gehalt nicht reicht
  • Ziele und Erwartungen der Teilnehmenden
    • Klärung individueller Lernziele und Erwartungen für ein praxisnahes und relevantes Seminar
  • Der Arbeitgebermarkt 2026:   Demografischer Wandel (Babyboomer-Abgang), Erwartungswandel (Gen Z:  Purpose, Flexibilität, Mental Health), Transparenzwandel (Kununu,  Glassdoor, LinkedIn machen jedes Unternehmen durchsichtig),  Wettbewerbswandel (nicht nur Branchenkonkurrenz, sondern Querwettbewerb - ein Automobilzulieferer konkurriert mit Google um Softwareentwickler).
  • Was Employer Branding ist - und was nicht:   Employer Branding ≠ Personalmarketing (das ist nur die Kommunikation).  Employer Branding = die systematische Gestaltung der Arbeitgebermarke - von der internen Realität über die Positionierung bis zur externen  Kommunikation. Es umfasst Kultur, Prozesse, Führung,  Karrieremöglichkeiten, Benefits und deren authentische Kommunikation.
  • Innen vor außen:   Die beste Employer-Branding-Kampagne ist wertlos, wenn die Realität  nicht stimmt. Zuerst die Mitarbeitererfahrung verbessern, dann darüber  kommunizieren. Nicht umgekehrt. Jeder Mitarbeitende ist ein  Markenbotschafter - ob positiv oder negativ.
  • Die fünf EVP-Dimensionen   (nach Universum/Gartner): Vergütung und Benefits (Gehalt, Bonus,  Altersvorsorge, Gesundheit), Karriere und Entwicklung (Weiterbildung,  Karrierepfade, Mentoring), Work-Life und Flexibilität (Remote, Teilzeit, Sabbatical, Arbeitszeit), Kultur und Zusammenarbeit (Teamqualität, Führungsstil, Werte, Zusammenhalt), Purpose und Impact (Sinn, gesellschaftlicher Beitrag, Stolz).
  • Praxis-Übung:   Quick-Audit der eigenen EVP - Teilnehmende bewerten ihre Organisation  auf jeder der 5 Dimensionen (1-10). Wo sind die Stärken? Wo die  Schwächen? Erste Hypothese: Was ist unser stärkstes Argument als  Arbeitgeber?
2. Analyse: Wie erleben Mitarbeitende und Kandidaten uns wirklich?
  • Interne Analyse - Mitarbeitende befragen:
    • Mitarbeiterbefragung:   Nicht nur Zufriedenheit messen (zu oberflächlich), sondern: „Was hat  dich zu uns gebracht? Was hält dich? Was würdest du vermissen? Was nervt dich am meisten? Wem würdest du uns empfehlen - und wem nicht?"  Anonymität ist Pflicht.
    • Employee Net Promoter Score (eNPS):   „Auf einer Skala von 0-10: Wie wahrscheinlich würdest du uns als  Arbeitgeber weiterempfehlen?" Einfach, vergleichbar, regelmäßig messbar. NPS > 30 = gut, > 50 = exzellent, < 0 = Alarmstufe.
    • Stay-Interviews:   Mit bestehenden Mitarbeitenden sprechen, BEVOR sie kündigen - nicht  erst im Exit-Interview, wenn es zu spät ist. „Was müsste passieren,  damit du gehst? Was müsste passieren, damit du bleibst?"
    • Exit-Interviews: Systematisch, nicht als Pflichtübung. Muster erkennen: Gehen die Leute wegen Gehalt, Führung, Entwicklung oder Kultur?
  • Externe Analyse - Außenwahrnehmung prüfen:
    • Kununu und Glassdoor:   Was schreiben aktuelle und ehemalige Mitarbeitende? Welche Muster  zeigen sich? Durchschnittsbewertung, häufigste Kritikpunkte, Trend  (verbessert oder verschlechtert?). Nicht defensiv reagieren, sondern als Feedback nutzen.
    • Candidate Experience:   Wie erleben Bewerber den Prozess? Wie schnell antworten wir? Wie  transparent kommunizieren wir? Wie behandeln wir Absagen? Mystery  Shopping: den eigenen Bewerbungsprozess durchlaufen und dokumentieren.
    • Wettbewerbs-Benchmark:   Wie positionieren sich die Top-3-Wettbewerber als Arbeitgeber? Was  bieten sie, was wir nicht bieten? Wo sind wir stärker? Karriereseiten,  LinkedIn-Auftritte, Bewertungen vergleichen.
  • Praxis-Übung:   Kununu/Glassdoor-Analyse der eigenen Organisation (oder eines  vorgegebenen Beispielunternehmens): Top-3-Stärken und Top-3-Schwächen  identifizieren. Candidate-Experience-Audit: den eigenen  Bewerbungsprozess bewerten (Dauer, Transparenz, Kommunikation,  Absage-Qualität).
3. Employee Value Proposition entwickeln: Was macht uns einzigartig?
  • EVP-Entwicklung als partizipativer Prozess:   Die EVP wird nicht von HR allein formuliert - sie wird aus dem Feedback von Mitarbeitenden, Führungskräften und Kandidaten destilliert. Was sagen die Daten? Was sind die echten Stärken? Was ist glaubwürdig?
  • EVP formulieren - Positionierungsmatrix:
    • Tabletop-Argumente   (Basis, die alle haben - kein Differenzierungsmerkmal): Gehalt, 30 Tage Urlaub, Obstkorb, Firmenlaptop. Muss stimmen, reicht aber nicht zur Differenzierung.
    • Differenzierungsmerkmale   (was uns von Wettbewerbern unterscheidet): 4-Tage-Woche,  Sabbatical-Programm, eigenes Forschungsteam, Technologie-Stack,  internationale Projekte, flache Hierarchien (wenn echt), besondere  Teamkultur, Weiterbildungsbudget ohne Deckel.
    • Signature-Elemente   (einzigartige Merkmale, die nur wir haben): ein besonderes Produkt mit  gesellschaftlichem Impact, eine ungewöhnliche Gründungsgeschichte, eine Community oder Tradition, die nirgendwo sonst existiert.
  • EVP-Statement formulieren:   In 2-3 Sätzen: Wer sind wir als Arbeitgeber? Was bieten wir? Warum  sollte man bei uns arbeiten? Nicht generisch („Wir bieten spannende  Aufgaben in einem dynamischen Umfeld" - das sagen alle), sondern  spezifisch und unterscheidbar.
  • EVP für verschiedene Zielgruppen:   Nicht eine EVP für alle - Entwickler, Vertriebler, Führungskräfte und  Auszubildende haben unterschiedliche Prioritäten. Kern-EVP (gilt für  alle) + zielgruppenspezifische Akzente (was ist speziell für IT-Talente  attraktiv? für Young Professionals? für erfahrene Führungskräfte?).
  • Praxis-Übung:   EVP-Workshop - aus der Analyse (Topic 2) die  Top-3-Differenzierungsmerkmale identifizieren, ein EVP-Statement in 3  Sätzen formulieren, eine zielgruppenspezifische Variante für IT-Talente  erstellen. Peer-Feedback: Ist die EVP glaubwürdig? Unterscheidbar?  Attraktiv?
4. Candidate Experience: Der Bewerbungsprozess als Markenerlebnis
  • Die Candidate Journey:   Awareness (kennt mich der Kandidat als Arbeitgeber?), Consideration  (würde der Kandidat sich bewerben?), Application (Bewerbungsprozess),  Selection (Interviews, Assessments), Offer (Angebot, Verhandlung),  Onboarding (erste 90 Tage). Jede Phase ist ein Markenkontaktpunkt - und  jede Phase kann Kandidaten gewinnen oder verlieren.
  • Karriereseite als Konversionstool:   Nicht: „Über uns" + Stellenliste. Sondern: EVP sichtbar, echte  Mitarbeiter-Stories (keine Stock-Fotos), Einblicke in den Arbeitsalltag  (Videos, Blog, Teamvorstellungen), transparente Informationen  (Gehaltsbänder, Benefits, Bewerbungsprozess erklärt), mobile-optimiert,  barrierearm, Bewerbung in unter 5 Minuten möglich.
  • Stellenanzeigen, die funktionieren:   Nicht: 25 Anforderungen (davon 15 unrealistisch). Sondern: 5 echte  Must-Haves, 3 Nice-to-Haves, klare Beschreibung der Aufgabe (nicht nur  Anforderungen), Gehaltsband (EU Pay Transparency Directive macht es ab  2026 ohnehin zur Pflicht), Benefits konkret statt generisch,  Bewerbungsprozess transparent beschrieben (Schritte, Dauer,  Ansprechperson).
  • Interview als Markenerlebnis:   Der Kandidat interviewt das Unternehmen genauso wie umgekehrt.  Vorbereitung (der Interviewer kennt den Lebenslauf), Pünktlichkeit,  echtes Interesse, ehrliche Fragen beantworten (auch unbequeme: „Wie ist  die Fluktuation?"), Feedback geben (auch bei Absagen - zeitnah,  wertschätzend, begründet).
  • Absage als Markenbotschaft:   90 % der Absagen sind wirkungslos oder schädlich: zu spät (3 Monate  Stille), zu generisch („leider absagen"), zu kalt. Eine gute Absage ist  zeitnah (innerhalb 1 Woche), persönlich (Name, konkrete Begründung),  wertschätzend und hinterlässt einen positiven Eindruck - der Kandidat  empfiehlt das Unternehmen trotz Absage weiter.
  • Praxis-Übung:   Candidate-Experience-Redesign - eine bestehende Stellenanzeige der  eigenen Organisation überarbeiten (EVP-konform, Gehaltsband, 5  Must-Haves, Prozess-Transparenz). Eine Absage-E-Mail formulieren, die  wertschätzend und markenstärkend ist.
Tag 2: Binden, Kommunizieren und Messen
5. Mitarbeiterbindung: Warum Mitarbeitende bleiben - und warum sie gehen
  • Die drei Bindungstreiber:   Emotionale Bindung (Zugehörigkeit, Sinn, Teamqualität), rationale  Bindung (Gehalt, Karriere, Benefits) und gewohnheitsmäßige Bindung  (Trägheit, Bequemlichkeit). Emotionale Bindung ist am stärksten und am  nachhaltigsten - aber am schwierigsten aufzubauen.
  • Warum Mitarbeitende kündigen (Forschung):   Nicht primär wegen Gehalt (nur in 12 % der Fälle), sondern wegen:  Beziehung zur Führungskraft (28 %), fehlende Entwicklungsmöglichkeiten  (22 %), mangelnde Anerkennung (16 %), Unternehmenskultur (14 %),  Work-Life-Balance (8 %). Die Führungskraft ist der wichtigste  Bindungsfaktor - und der häufigste Kündigungsgrund.
  • Retention-Strategien:
    • Entwicklungspfade:   Nicht nur vertikale Karriere (Führungslaufbahn), sondern auch  horizontale (Expertenlaufbahn, Projektlaufbahn, Cross-Funktional).  Brücke zum GFU-Seminar „Personalentwicklung" (S3599, 2T).
    • Stay-Interviews als Frühwarnsystem:   Regelmäßig (alle 6 Monate) mit wertvollen Mitarbeitenden: „Was hält  dich? Was könnte dich verlocken zu gehen? Was wünschst du dir?"
    • Boomerang-Hiring:   Ehemalige Mitarbeitende sind die besten Wiedereinstellungen - sie  kennen die Organisation, sind eingearbeitet und kommen mit neuen  Erfahrungen zurück. Alumni-Netzwerk aufbauen, Kontakt halten, Rückkehr  willkommen heißen.
    • Empfehlungsprogramme:   Mitarbeitende werben Mitarbeitende - der stärkste Recruiting-Kanal.  Empfohlene Kandidaten passen kulturell besser, werden schneller  eingestellt und bleiben länger. Incentivierung: Prämien, die motivieren, ohne käufliche Empfehlungen zu erzeugen.
    • Anti-Retention erkennen:   Manchmal ist Fluktuation gesund - toxische Mitarbeitende, die bleiben,  schaden mehr als die Kosten der Nachbesetzung. Retention ≠ alle  behalten, sondern die Richtigen behalten.
  • Praxis-Übung:   Retention-Risiko-Analyse - 5 Schlüsselpersonen der eigenen Organisation (anonymisiert) bewerten: Wie hoch ist das Fluktuationsrisiko (1-10)? Was ist der Hauptbindungstreiber? Was wäre die wirksamste Retention-Maßnahme? Stay-Interview-Fragen für eine Person formulieren.
6. Arbeitgebermarke kommunizieren: Kanäle, Content und Authentizität
  • LinkedIn als Employer-Branding-Plattform Nr. 1:   Unternehmensseite (Karriere-Tab, Life-Section, Employee Testimonials),  Führungskräfte als Markenbotschafter (Personal Branding der  Geschäftsführung und Teamleiter), Mitarbeitende als Content-Ersteller  (Authentizität schlägt Corporate-Kommunikation),  LinkedIn-Stellenanzeigen mit EVP-Bezug. Brücke zu den  GFU-Social-Media-Seminaren.
  • Kununu und Glassdoor aktiv managen:   Nicht ignorieren - antworten. Auf positive Bewertungen: Danke sagen.  Auf negative: sachlich reagieren, Verständnis zeigen, konkrete Maßnahmen benennen. Nicht defensiv, nicht rechtfertigend. Mitarbeitende aktiv einladen, Bewertungen zu schreiben (nicht manipulieren - einladen).
  • Content-Marketing für Employer Branding:   Karriereblog (Einblicke in Teams, Projekte, Technologie),  Mitarbeiter-Stories (echte Menschen, echte Geschichten - nicht  gescriptet), Behind-the-Scenes (Büro, Events, Hackathons, Teamrituale),  Tech-Blog (zeigen, welche Technologien genutzt werden - besonders für  IT-Talente relevant), Podcast oder Videoformat (Führungskräfte im  Gespräch).
  • Karrieremessen und Events:   Nicht: Stand mit Roll-up und Kugelschreibern. Sondern: Lightning Talks, Live-Coding, Problem-Solving-Challenges, echte Mitarbeitende statt Recruiter. Meetups hosten (thematisch, nicht recruiting-orientiert - die Arbeitgebermarke wächst durch fachlichen Beitrag, nicht durch Werbung).
  • Employee Advocacy:   Mitarbeitende als authentische Markenbotschafter - freiwillig, nicht  verordnet. Schulung anbieten (Social-Media-Kompetenz, Personal  Branding), Content bereitstellen (leicht teilbare Posts, Bilder,  Stories), Anerkennung geben (nicht Druck).
  • Praxis-Übung:   LinkedIn-Employer-Branding-Plan skizzieren: 3 Content-Formate  definieren (z.B. Mitarbeiter-Story, Tech-Insight, Behind-the-Scenes),  einen Beispiel-Post schreiben, Kununu-Antwort auf eine (fiktive)  2-Sterne-Bewertung formulieren.
7. Employer Branding messen: KPIs und ROI
  • Awareness-KPIs:   Karriereseiten-Traffic (Besucher, Verweildauer, Conversion-Rate  „Besucher -> Bewerbung"), Social-Media-Reichweite (LinkedIn-Follower,  Engagement Rate), Arbeitgeberranking-Platzierungen.
  • Attraction-KPIs:   Bewerbungseingang (Anzahl, Qualität, Quelle), Time-to-Apply (wie  schnell wird aus einem Stellenanzeigen-Klick eine Bewerbung?),  Offer-Acceptance-Rate (wie viele angenommene Angebote im Verhältnis zu  Zusagen?), Cost-per-Hire (Gesamtkosten pro Einstellung).
  • Retention-KPIs:   Fluktuation (gesamt, freiwillig, in den ersten 12 Monaten, in  Schlüsselpositionen), eNPS (Employee Net Promoter Score, quartalsweise), Krankheitstage, Weiterempfehlungsquote.
  • Qualitäts-KPIs:   Quality of Hire (Performance neuer Mitarbeitender nach 12 Monaten),  Hiring Manager Satisfaction, Candidate Experience Score (Befragung aller Kandidaten, auch abgelehnte).
  • ROI berechnen:   Kosten des Employer Branding (Karriereseite, Content, Kampagnen,  Events, Tools) vs. Einsparungen (reduzierte Recruiter-Kosten, niedrigere Fluktuation, schnellere Besetzung, höhere Qualität). Faustformel: Die Kosten einer Fehlbesetzung betragen 50-200 % des Jahresgehalts - jede Verbesserung der Hiring-Qualität zahlt sich direkt aus.
  • Praxis-Übung:   KPI-Dashboard für die eigene Organisation erstellen: 5 KPIs auswählen  (je 1 aus Awareness, Attraction, Retention, Qualität, Kosten), aktuellen Stand schätzen, Zielwert für 12 Monate definieren.
8. Praxis-Workshop: „Unsere Employer-Branding-Strategie"
Phase 1 - Positionierung (20 Min):
  • EVP finalisieren: Kern-EVP (3 Sätze), Top-3-Differenzierungsmerkmale,  zielgruppenspezifische Variante für die kritischste Zielgruppe.
  • Kandidaten-Zielgruppe definieren: Wen suchen wir am dringendsten? Was wollen diese Menschen?
Phase 2 - Maßnahmenplan (20 Min):
  • Quick Wins (in 4 Wochen umsetzbar):   Karriereseite überarbeiten (EVP sichtbar, Gehaltsbänder,  Prozess-Transparenz), Stellenanzeigen-Template mit EVP-Bezug erstellen,  Absage-Template überarbeiten, Kununu-Profil aktualisieren und auf  Bewertungen antworten.
  • Mittelfristige Maßnahmen (in 3 Monaten):   Content-Plan für LinkedIn (2 Posts/Woche), Mitarbeiter-Stories  produzieren (3 Videos/Interviews), Stay-Interviews mit Top-Performern  starten, Empfehlungsprogramm aufsetzen.
  • Strategische Maßnahmen (in 12 Monaten):   Mitarbeiterbefragung durchführen (eNPS + Bindungstreiber),  Candidate-Experience-Audit (Mystery Shopping), Alumni-Netzwerk aufbauen, Employer-Branding-KPI-Dashboard aufsetzen.
Phase 3 - Peer-Review und Stresstest (20 Min):
  • Employer-Branding-Strategie einer anderen Gruppe vorstellen.
  • Stresstest: „Euer größter Wettbewerber bietet 20 % mehr Gehalt und Remote-only. Was tut ihr?" Wenn die EVP darauf keine Antwort hat, ist sie zu schwach.
  • Feedback: Ist die EVP glaubwürdig? Unterscheidbar? Für die Zielgruppe attraktiv?

  • HR-Leiter und Personalverantwortliche: Die eine Employer-Branding-Strategie entwickeln und umsetzen, statt nur Stellenanzeigen zu schalten.
  • Marketing- und Kommunikationsverantwortliche: Die Arbeitgebermarke als strategische Marke verstehen und auf den richtigen Kanälen positionieren.
  • Geschäftsführung und C-Level:   Die den Zusammenhang zwischen Unternehmenskultur,  Arbeitgeberattraktivität und Geschäftserfolg verstehen und Employer  Branding als strategische Investition behandeln.
  • Recruiting-Verantwortliche und Talent Acquisition: Die den gesamten Kandidatenprozess von der ersten Wahrnehmung bis zum Onboarding als Markenerlebnis gestalten.
  • Führungskräfte in IT und Engineering: Die im härtesten Fachkräftemarkt um Talente konkurrieren und verstehen, warum Gehalt allein nicht reicht.
Voraussetzungen:   Keine Employer-Branding-Vorkenntnisse nötig. Erfahrung in HR,  Marketing, Führung oder Unternehmenskommunikation ist hilfreich.  Idealerweise bringen Teilnehmende reale Herausforderungen mit: offene  Stellen, die nicht besetzt werden, hohe Fluktuation, schwache  Bewerbungseingänge, oder eine Arbeitgebermarke, die nicht zur Realität  passt.
Abgrenzung: Dieses Seminar behandelt Employer Branding als strategisches Thema   - Employee Value Proposition, Candidate Experience, Mitarbeiterbindung  und Arbeitgebermarken-Kommunikation. Es ist keine  Recruiting-Tool-Schulung (dafür: „Talentech Recruitment" S5559, 3T),  kein KI-im-Recruiting-Seminar (dafür: S3587, 1T), kein  Talentmanagement-Seminar (dafür: S3534, 2T) und kein Onboarding-Seminar  (dafür: S5485, 1T). Wer die kulturellen Grundlagen vertiefen möchte,  findet „Wertebasierte Unternehmensführung" (NEU, 2T) und „People and  Culture Management" (S5079, 2T).


In Präsenz

Online
Lernmethode

Ausgewogene Mischung aus Theorie und praktischen Übungen auf persönlichem Schulungs-PC.

Wie auch bei unseren Präsenz-Seminaren: Ausgewogene Mischung aus Theorie und praktischen Übungen. Trainer durchgehend präsent.

Unterlagen

Seminarunterlagen oder Fachbuch inklusive. Das Fachbuch wählt der Trainer passend zum Seminar aus - Ihren individuellen Buch-Wunsch berücksichtigen wir auf Nachfrage gerne.

Seminarunterlagen oder Fachbuch inklusive (via DHL). Das Fachbuch wählt der Trainer passend zum Seminar aus - Ihren individuellen Buch-Wunsch berücksichtigen wir auf Nachfrage gerne.

Arbeitsmaterialien

DIN A4 Block, Notizblock, Kugelschreiber, USB-Stick, Textmarker, Post-its

Teilnahmezertifikat

Nach Abschluss des Seminars erhalten Sie das Teilnahmezertifikat inkl. Inhaltsverzeichnis per E-Mail als PDF.


In Präsenz

Online
Teilnehmendenzahl

min. 1, max. 8 Personen

Garantierte Durchführung

Ab 1 Teilnehmenden*

Schulungszeiten
2 Tage, 09:00 - 16:00 Uhr
Ort der Schulung
GFU Schulungszentrum oder Virtual Classroom
GFU Schulungszentrum
Am Grauen Stein 27
51105 Köln-Deutz

oder online im Virtual Classroom oder europaweit bei Ihnen als Inhouse-Schulung

Um ein optimales Raumklima zu gewährleisten, haben wir das Schulungszentrum mit 17 hochmodernen Trotec TAC V+ Luftreinigern ausgestattet. Diese innovative Filtertechnologie (H14 zertifiziert nach DIN EN1822) sorgt dafür, dass die Raumluft mehrfach pro Stunde umgewälzt wird und Schadstoffe zu 99.995% im HEPA-Filter abgeschieden und infektiöse Aerosole abgetötet werden.

Zusätzlich sind alle Räume mit CO2-Ampeln ausgestattet, um jederzeit eine hervorragende Luftqualität sicherzustellen.

Räumlichkeiten

Helle und modern ausgestattete Räume mit perfekter Infrastruktur

Bequem aus dem Homeoffice von überall

Preisvorteil

Dritter Mitarbeitende nimmt kostenfrei teil.
(Nicht mit anderen Rabatten kombinierbar.)

Eventuell anfallende Prüfungskosten für den dritten Teilnehmenden werden zusätzlich berechnet.

Hinweis: Um den Erfolg der Schulung zu gewährleisten, sollte auch der dritte Teilnehmende die erwarteten Vorkenntnisse mitbringen.

All-Inclusive

Gebäck, Snacks und Getränke ganztägig, Mittagessen im eigenen Restaurant, täglich 6 Menüs, auch vegetarisch

Eine Auswahl unserer Frühstücks-Snacks und Nervennahrungs-Highlights senden wir Ihnen mit den Seminarunterlagen via DHL zu.

Barrierefreiheit

Das GFU-Schulungszentrum (Am Grauen Stein 27) ist barrierefrei

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Rechnungsstellung

Erst nach dem erfolgreichen Seminar. Keine Vorkasse.

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Weiterbildung Employer Branding: Arbeitgeberattraktivität strategisch aufbauen

TerminOrtPreis
30.07.-31.07.2026
Plätze vorhanden
Köln / Online 1.440,00
Köln / Online 1.440,00 Buchen Vormerken
07.10.-08.10.2026
Plätze vorhanden
Köln / Online 1.440,00
Köln / Online 1.440,00 Buchen Vormerken
07.12.-08.12.2026
Plätze vorhanden
Köln / Online 1.440,00
Köln / Online 1.440,00 Buchen Vormerken
2027
19.04.-20.04.2027
Plätze vorhanden
Köln / Online 1.440,00
Köln / Online 1.440,00 Buchen Vormerken
21.06.-22.06.2027
Plätze vorhanden
Köln / Online 1.440,00
Köln / Online 1.440,00 Buchen Vormerken
  • Buchen ohne Risiko
  • Keine Vorkasse
  • Kostenfreies Storno bis zum Vortag des Seminars
  • Rechnung nach erfolgreichem Seminar
  • All-Inclusive-Preis
  • Garantierter Termin und Veranstaltungsort
  • Preise pro Person zzgl. Mehrwertsteuer
  • Dritter Mitarbeitende kostenfrei (Nicht mit anderen Rabatten kombinierbar.)
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  • Eine Offene Schulung findet zu einem festgelegten Zeitpunkt im voll ausgestatteten Schulungszentrum oder Online/Remote statt. Sie treffen auf Teilnehmende anderer Unternehmen und profitieren vom direkten Wissensaustausch.
  • Eine Inhouse-/Firmen-Schulung geht auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Unternehmens ein. Sie erhalten eine kostenfreie Beratung von Ihrem Seminarleiter und können Inhalte und Dauer auf Ihren Schulungsbedarf anpassen. Inhouse-Schulungen können Europaweit durchgeführt werden.
  • Bei einer Individual-Schulung erhalten Sie eine 1-zu-1 Betreuung und bestimmen Inhalt, Zeit und Lerntempo. Der Dozent passt sich Ihren Wünschen und Bedürfnissen an.

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  • Sie erhalten 1 zu 1 die gleiche Lernumgebung, die Sie auch vor Ort bei uns vorfinden
  • Die technische Vorbereitung wird von den GFU-Technikern vorgenommen
  • Sie erhalten remote Zugriff auf Ihren persönlichen Schulungs-PC im GFU-Seminarraum
  • Die Virtual Classroom Lösung lässt sich auch im Browser betreiben
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  • Die Schulungsunterlagen bekommen Sie via DHL zugeschickt
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  • 30. Jul. - 31. Jul. ✓ Noch einige Plätze frei ▶ Köln + Online/Remote
  • 07. Okt. - 08. Okt. ✓ Noch einige Plätze frei ▶ Köln + Online/Remote
  • 07. Dez. - 08. Dez. ✓ Noch einige Plätze frei ▶ Köln + Online/Remote
  • 19. Apr. - 20. Apr. ✓ Noch einige Plätze frei ▶ Köln + Online/Remote
  • 21. Jun. - 22. Jun. ✓ Noch einige Plätze frei ▶ Köln + Online/Remote
  • Auch als Inhouse-Schulung, bundesweit mit Termin nach Wunsch und individuellen Inhalten
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