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Schulung Review Monitoring: Google, Kununu, Trustpilot und App Stores überwachen

Bewertungsportale im Griff: Monitoring-Setup, KI-Analyse und Response-Workflows 

2 Tage / S6819
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Beschreibung

88 % aller Kaufentscheidungen werden durch Online-Bewertungen beeinflusst - und 76 % der Bewerber prüfen Kununu, bevor sie sich auf eine Stelle bewerben. Trotzdem überwachen die meisten Unternehmen ihre Bewertungen reaktiv und fragmentiert : Marketing schaut sporadisch auf Google, HR entdeckt Kununu-Bewertungen zufällig, der App-Store wird nur nach einem Release geprüft, und Trustpilot läuft komplett unter dem Radar.
Dieses Seminar baut einen strukturierten Review-Monitoring-Prozess auf: von der Einrichtung plattformübergreifender Überwachung über die KI-gestützte Sentiment-Analyse (Bewertungstrends erkennen, bevor sie eskalieren) bis zum Response-Workflow mit klaren Zuständigkeiten, Reaktionszeiten und Eskalationspfaden. Wir arbeiten mit den realen Bewertungsprofilen der Teilnehmenden und richten ein Dashboard ein, das alle Plattformen an einem Ort zusammenführt.
Ein besonderer Fokus liegt auf den plattformspezifischen Spielregeln : Googles Bewertungsrichtlinien (wann kann man Bewertungen entfernen lassen?), Kununus Arbeitgeber-Antwort-Optionen, Trustpilots Verifizierungssystem, App-Store-Review-Mechaniken (wie beeinflusst die Bewertung das Ranking?) und branchenspezifische Portale. Wir klären die rechtlichen Grenzen (DSGVO bei Mitarbeiter-Bewertungen, UWG bei gefälschten Bewertungen, Löschanspruch bei Schmähkritik) und zeigen, wie ChatGPT und Claude beim Verfassen von Antworten und bei der Auswertung großer Bewertungsmengen helfen.
Unternehmen profitieren von einer Reputation, die nicht dem Zufall überlassen wird, von einer Single Source of Truth für alle Bewertungsplattformen und von der Fähigkeit, aus Kundenfeedback systematisch Produkt- und Serviceverbesserungen abzuleiten.
Dieses Seminar vermittelt den operativen Monitoring-Prozess - wie überwache ich Bewertungen plattformübergreifend, wie werte ich sie aus, wie reagiere ich und wie berichte ich? Wer die strategische Markenwahrnehmung vertiefen möchte, findet bei der GFU „Online Reputation Management" (S6699, 2T). Wer die Antwort-Rhetorik auf einzelne Bewertungen vertiefen möchte, findet „Kundenbewertungen geschickt und freundlich beantworten" (S4127, 1T). Wer Social-Media-Monitoring breiter betrachten möchte (nicht nur Bewertungsportale), findet „Social Listening: Von der Erwähnung zum strategischen Insight" (S6697, 2T). Wer das gesamte Kundenfeedback-System aufbauen möchte, findet „Enterprise Feedback Management" (S5358, 2T).

Schulungsziel

Jede teilnehmende Person verlässt das Seminar mit einer Plattform-Übersicht (wo wird bewertet, wie stehen wir da?), einem KI-gestützten Themen-Report (was loben und kritisieren unsere Kunden?), 5 Response-Templates (sofort einsetzbar), einem Response-Workflow (wer macht was bis wann?) und einem 90-Tage-Plan für den Aufbau eines systematischen Review Managements.

Details

Inhalt

Tag 1: Plattformen verstehen, Monitoring aufbauen, Trends erkennen
  • Ziele und Erwartungen der Teilnehmenden
    • Klärung individueller Lernziele und Erwartungen für ein praxisnahes und relevantes Seminar
  • 1. Die Bewertungslandschaft 2026: Warum Reviews über Geschäftserfolg entscheiden
    • Die Macht der Sterne: Wie Bewertungen Kaufentscheidungen, Bewerberentscheidungen und Geschäftspartner-Auswahl beeinflussen - Studien und Benchmarks (Conversion-Rate-Unterschied zwischen 3,5 und 4,5 Sternen, Bewerbungsrückgang unter 3,0 auf Kununu).
    • Die Plattform-Landkarte: Welche Plattform für welchen Zweck? Google Business (lokale Suche, größte Reichweite), Kununu/Glassdoor (Arbeitgeber-Image), Trustpilot/ProvenExpert (E-Commerce, Dienstleister), App Stores (mobile Produkte), Branchenportale (Jameda, Anwalt.de, Immobilienscout, HolidayCheck, Capterra/G2 für Software).
    • Das Bewertungs-Ökosystem: Direkte Bewertungen (auf der Plattform) vs. indirekte Erwähnungen (Social Media, Foren, Presse) vs. strukturiertes Feedback (NPS, CSAT, Umfragen). Dieses Seminar fokussiert auf direkte Bewertungen, Brücke zu Social Listening (S6697) für indirekte Erwähnungen.
    • Selbstanalyse: Auf wie vielen Plattformen wird Ihr Unternehmen bewertet? Wo stehen Sie? Teilnehmende erfassen ihren Ist-Zustand: Plattformen, Durchschnittsbewertung, Anzahl Reviews, Antwortquote.
  • 2. Google Business Profile: Der wichtigste Bewertungskanal
    • Warum Google zuerst: Google-Bewertungen erscheinen direkt in der Suche und auf Google Maps - kein anderer Kanal hat diese Sichtbarkeit. Die Sternebewertung beeinflusst das lokale SEO-Ranking.
    • Profil-Optimierung: Vollständiges Business Profile (Öffnungszeiten, Fotos, Beiträge, FAQ, Produkte/Dienstleistungen), Verifizierung, mehrere Standorte verwalten.
    • Bewertungs-Management: Auf Bewertungen antworten (auch auf positive!), Antwort-Zeitfenster (Google zeigt „Inhaber hat geantwortet"), Fotos in Antworten.
    • Unzulässige Bewertungen melden: Googles Bewertungsrichtlinien - Spam, Fake-Reviews, Interessenkonflikte, Hassrede, themenfremde Inhalte. Meldeprozess, Erfolgsquote, Eskalation über Google Business Support.
    • Bewertungen aktiv generieren: Bewertungslink erstellen und verteilen (QR-Code am POS, E-Mail-Signatur, After-Service-E-Mail), Timing (wann ist die Zufriedenheit am höchsten?). Was erlaubt ist (bitten) und was nicht (kaufen, incentivieren).
    • Google-API für Monitoring: Google Business Profile API für automatisierte Überwachung - neue Bewertungen als Webhook, Bewertungsexport für Analyse.
    • Praxis-Übung: Teilnehmende prüfen ihr Google Business Profile auf Vollständigkeit, identifizieren unbeantwortete Bewertungen und formulieren 3 Muster-Antworten.
  • 3. Kununu und Glassdoor: Arbeitgeber-Bewertungen managen
    • Warum Arbeitgeber-Bewertungen anders sind: Mitarbeitende bewerten anonym, emotional und aus einer Machtasymmetrie heraus. Negative Bewertungen wiegen schwerer als positive (Negativity Bias). HR und Marketing müssen zusammenarbeiten.
    • Kununu-Mechanik: Bewertungskategorien (Arbeitsatmosphäre, Gehalt, Karriere, Work-Life-Balance etc.), Employer-Branding-Profil (kostenlos vs. Premium), Arbeitgeber-Antwort-Funktion, Kununu-Score vs. Weiterempfehlungsrate.
    • Glassdoor-Besonderheiten: Internationale Relevanz (US-Konzerne, englischsprachige Bewertungen), CEO-Approval-Rating, Interview-Bewertungen, Gehaltstransparenz.
    • Auf Mitarbeiter-Kritik antworten: Die Kunst der wertschätzenden Antwort bei harscher Kritik - ohne sich zu rechtfertigen, ohne Details zu verraten (Datenschutz!), ohne Floskeln. Die drei häufigsten Fehler: Ignorieren, Abstreiten, Gegenangriff.
    • Rechtliche Grenzen: Wann hat ein Unternehmen Anspruch auf Löschung einer Kununu-Bewertung? Schmähkritik vs. Meinungsfreiheit, unwahre Tatsachenbehauptungen, Identifizierbarkeit von Personen. DSGVO-Aspekte bei Mitarbeiterbewertungen.
    • Proaktives Employer Branding: Mitarbeitende zu Bewertungen einladen (z.B. nach erfolgreichen Onboardings oder Beförderungen), Kultur-Content auf dem Profil (Benefits, Team-Events, Weiterbildung), Employer-Branding-Kampagnen mit Kununu verknüpfen.
    • Praxis-Übung: Teilnehmende analysieren ihre Kununu-Seite (oder ein Beispiel-Unternehmen): Stärken/Schwächen-Profil aus den Bewertungen extrahieren, 2 Muster-Antworten formulieren (eine auf positive, eine auf negative Bewertung).
  • 4. Trustpilot, ProvenExpert und Branchenportale
    • Trustpilot: Open-Review-Plattform (jeder kann bewerten, nicht nur Kunden), Verifizierungssystem (verifiziert vs. organisch), TrustScore-Berechnung, Widgets für die eigene Website, Trustpilot Business-Tools (Einladungen, Reporting).
    • ProvenExpert: DACH-fokussiert, Bewertungs-Aggregation (sammelt Bewertungen von mehreren Plattformen), Siegel für die Website, Umfrage-Integration, Branchenbenchmarks.
    • eKomi: Transaktionsbasierte Bewertungen (nur echte Kunden), Google-Seller-Ratings, Integration in E-Commerce-Systeme.
    • Branchenspezifische Portale: Capterra/G2 (Software), Jameda (Ärzte), Anwalt.de (Rechtsanwälte), HolidayCheck/TripAdvisor (Tourismus), Immobilienscout (Makler), AutoScout24 (Autohäuser). Welche Portale für welche Branche relevant sind - und welche man ignorieren kann.
    • Fake-Reviews erkennen: Muster (Bewertungshäufung, generische Sprache, fehlende Details, Review-Bomber nach einem Vorfall), Tools zur Erkennung, Meldung bei den Plattformen.
    • Praxis-Übung: Teilnehmende identifizieren die 3 relevantesten Bewertungsplattformen für ihr Unternehmen (neben Google) und prüfen, ob ein Profil existiert, ob es beansprucht ist und wie die Bewertungslage aussieht.
  • 5. App Store Ratings: Google Play und Apple App Store
    • Warum App-Bewertungen besonders sind: Die Bewertung beeinflusst direkt das Ranking im Store (ASO - App Store Optimization). Ein Unterschied von 0,3 Sternen kann die Download-Rate um 20-30 % verändern. Nutzer bewerten oft aus Frustration (Bug, Absturz), selten aus Zufriedenheit.
    • Google Play Console: Bewertungen und Rezensionen einsehen, auf Rezensionen antworten (öffentlich), Bewertungen nach Version filtern (welcher Release hat die Probleme verursacht?), automatische Übersetzung.
    • Apple App Store Connect: Bewertungen einsehen, Antworten (Developer Responses), Bewertungs-Reset bei Major Updates (Apple erlaubt es, bei neuen Versionen den Zähler zurückzusetzen).
    • In-App Review Prompts: SKStoreReviewController (iOS) und In-App Review API (Android) - die richtige Stelle im User-Flow, um eine Bewertung zu bitten (nach positivem Erlebnis, nicht nach Crash). Timing und Häufigkeitsbegrenzung.
    • Bewertungen in die Produkt-Roadmap einbinden: Kategori­sierung von App-Store-Feedback (Bug, Feature Request, UX-Problem, Performance), Weiterleitung an das Entwicklungsteam, Trend-Erkennung über Releases.
    • Praxis-Übung: Für eine Beispiel-App (oder die eigene) die letzten 50 Bewertungen kategorisieren: Bug, Feature-Wunsch, UX, Performance, Lob. Muster erkennen: Welches Problem tritt am häufigsten auf?
Tag 2: KI-Analyse, Response-Workflows und Management-Reporting
  • 6. Plattformübergreifendes Monitoring einrichten
    • Das Problem der Fragmentierung: Google Business im Browser, Kununu per E-Mail-Alert, Trustpilot im Dashboard, App Store in der Console - wer hat den Überblick?
    • Monitoring-Tools im Vergleich: ReviewTrackers, Reputation.com, Birdeye, Podium (Enterprise), Brand24 und Mention (inkl. Social), Google Alerts (kostenlos, aber begrenzt). Funktionsvergleich: Plattform-Abdeckung, Alerting, Sentiment-Analyse, Reporting, Preise.
    • Alerting konfigurieren: Sofortige Benachrichtigung bei neuen Bewertungen - E-Mail, Slack, Teams-Channel. Differenzierung: alle Bewertungen (kleines Unternehmen) vs. nur negative (Großunternehmen mit hohem Volumen). Eskalation: 1-2 Sterne -> sofort an Teamleitung.
    • Dashboard aufbauen: Zentrales Dashboard mit Bewertungs-KPIs über alle Plattformen: Durchschnittsbewertung (Trend), Bewertungsvolumen (Trend), Antwortquote, Antwortzeit, Sentiment-Verteilung. Tools: ReviewTrackers-Dashboard, Power BI (24× vorhanden) mit API-Anbindung, Google Looker Studio (kostenlos).
    • RSS und API-basiertes Monitoring: Google Business Profile API, Trustpilot Business API, App Store Connect API - für technisch versierte Teams: eigene Monitoring-Pipelines bauen.
    • Praxis-Übung: Für das eigene Unternehmen einen Monitoring-Plan erstellen: Welche Plattformen? Welches Tool? Wer bekommt welche Alerts? Wie oft wird das Dashboard geprüft?
  • 7. KI-gestützte Bewertungsanalyse: Trends erkennen, bevor sie eskalieren
    • Sentiment-Analyse auf Bewertungen: Automatische Klassifikation von Bewertungen in positiv/neutral/negativ - nicht nur anhand der Sterne (eine 3-Sterne-Bewertung kann sehr differenziert sein), sondern anhand des Textes. Brücke zu „Sentiment-Analyse mit KI" (S6698, 2T) für tiefere NLP-Methoden.
    • Topic Extraction: Was wird gelobt, was wird kritisiert? KI extrahiert automatisch Themen: „Lieferzeit", „Kundenservice", „Produktqualität", „Preis-Leistung", „Benutzerfreundlichkeit". Trend: „Lieferzeit-Beschwerden haben sich im März verdoppelt."
    • ChatGPT/Claude für Bewertungsanalyse: 100 Bewertungen exportieren -> ChatGPT prompten: „Analysiere diese Bewertungen. Identifiziere die 5 häufigsten positiven und negativen Themen. Welche Trends sind erkennbar? Welche konkreten Verbesserungsvorschläge machen Kunden?" - in 5 Minuten statt 5 Stunden.
    • Wettbewerbs-Benchmarking: Bewertungen der Wettbewerber analysieren - wo sind wir besser, wo schlechter? Welche Schwächen des Wettbewerbers können wir in unserem Marketing nutzen?
    • Frühwarnsystem: Plötzlicher Anstieg negativer Bewertungen erkennen (Review-Bombing nach PR-Krise, Produktfehler, Service-Ausfall), bevor es zur Krise wird. Schwellenwerte definieren: „Wenn mehr als 3 negative Bewertungen in 24 Stunden -> sofortige Eskalation."
    • Praxis-Übung: Teilnehmende exportieren 20-50 Bewertungen (eigene oder Beispiel), lassen ChatGPT/Claude die Themen extrahieren und einen Trend-Report erstellen. Ergebnisse vergleichen mit der eigenen Einschätzung.
  • 8. Response-Strategie: Auf Bewertungen richtig antworten
    • Warum antworten? 45 % der Verbraucher sagen, sie besuchen eher ein Unternehmen, das auf negative Bewertungen antwortet. Die Antwort ist nicht (nur) für den Bewertenden - sie ist für die tausend stillen Leser , die die Bewertungen lesen, bevor sie kaufen oder sich bewerben.
    • Response-Matrix nach Bewertungstyp:
      • 5 Sterne + Lob: Bedanken, persönlich (Name nennen, konkretes Thema aufgreifen), einladen wiederzukommen. Nicht: generische Textbausteine.
      • 3-4 Sterne + differenziertes Feedback: Bedanken, positives aufgreifen, Kritik ernst nehmen, konkrete Verbesserung ankündigen.
      • 1-2 Sterne + sachliche Kritik: Empathie zeigen, entschuldigen, Lösung anbieten, Offline-Kontakt anbieten (E-Mail/Telefon). Nie öffentlich streiten.
      • 1 Stern + Schmähkritik/Fake: Sachlich bleiben, Fakten richtigstellen (ohne Details), bei Plattform melden, ggf. rechtlich prüfen.
      • Mitarbeiter-Bewertung (Kununu): Wertschätzend, ohne Rechtfertigung, ohne identifizierbare Details, Gesprächsangebot.
    • KI-gestützte Antwort-Erstellung: ChatGPT/Claude als Antwort-Assistent - Prompt: „Formuliere eine empathische, professionelle Antwort auf diese 2-Sterne-Bewertung [Text]. Ton: verständnisvoll, lösungsorientiert, nicht defensiv. Max. 80 Wörter." Menschliches Review vor dem Posten bleibt Pflicht.
    • Response-Time-SLAs: 24 Stunden für negative Bewertungen, 48 Stunden für neutrale, 72 Stunden für positive. Wochenend-Regelung. Verantwortlichkeiten: wer antwortet auf Google, wer auf Kununu, wer auf Trustpilot?
    • Praxis-Übung: 5 reale Bewertungen (unterschiedliche Typen und Plattformen) - Teilnehmende formulieren Antworten, Peer-Feedback, KI-Vergleichsantwort generieren, Best-of-Auswahl. Brücke zu „Kundenbewertungen geschickt und freundlich beantworten" (S4127, 1T) für vertiefende Rhetorik-Übungen.
  • 9. Response-Workflow und Team-Organisation
    • Rollen und Zuständigkeiten: Wer monitort (täglich), wer antwortet (Standard-Fälle), wer eskaliert (Krisen), wer berichtet (monatlich)? In kleinen Unternehmen: eine Person. In Konzernen: verteilte Verantwortung (Marketing -> Google/Trustpilot, HR -> Kununu, Produkt -> App Store).
    • Eskalationspfade: 1-2 Sterne + sachlich -> Standard-Response durch Team. 1 Stern + Rechtsvorwurf -> Eskalation an Rechtsabteilung. Review-Bombing (>5 negative in 24h) -> Eskalation an Kommunikation/PR. Mitarbeiter-Bewertung mit Mobbingvorwurf -> Eskalation an HR-Leitung.
    • Response-Templates als Startpunkt: Textbausteine für die häufigsten Szenarien - nicht zum Kopieren, sondern als Gerüst, das personalisiert wird. Template-Bibliothek in Notion, Confluence oder SharePoint ablegen.
    • Ticketing-Integration: Negative Bewertungen als Tickets in Jira Service Management (5× vorhanden), ServiceNow oder Zendesk übertragen - mit Plattform-Link, Bewertungstext, Sentiment-Score. Nachverfolgung: wurde das Problem gelöst? Hat sich die Bewertung verbessert?
    • Bewertungen aktiv generieren (systematisch): After-Service-E-Mail (5 Tage nach Kauf/Schulung/Termin), NPS-Umfrage -> zufriedene Kunden (Promoter, NPS 9-10) gezielt um öffentliche Bewertung bitten. Unzufriedene (Detractors) intern auffangen, nicht auf die Plattform schicken.
    • Praxis-Übung: Teilnehmende definieren den Response-Workflow für ihr Unternehmen: Rollen, SLAs, Eskalationspfade, Template-Struktur. Ergebnis: ein einseitiger Prozess-Plan.
  • 10. Recht und Compliance: Was erlaubt ist und was nicht
    • Fake-Reviews und UWG: Gekaufte Bewertungen, Bewertungstausch, Incentivierung (Rabatt gegen Bewertung) - alles rechtswidrig nach UWG (unlauterer Wettbewerb) und durch die EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher (Omnibus-Richtlinie) seit 2022 explizit verboten.
    • Löschanspruch bei rechtswidrigen Bewertungen: Schmähkritik (reine Beleidigung ohne Sachbezug) -> Löschanspruch. Unwahre Tatsachenbehauptungen -> Löschanspruch. Meinungsäußerung (auch harsche) -> kein Löschanspruch. Praktisches Vorgehen: Plattform-Meldung -> Fristsetzung -> Anwalt -> einstweilige Verfügung.
    • DSGVO bei Kununu/Glassdoor: Arbeitgeber dürfen nicht nachforschen, wer eine anonyme Bewertung geschrieben hat. Mitarbeitende haben kein Recht auf Löschung eigener Bewertungen durch den Arbeitgeber. Datenschutzrechtliche Grenzen beim Monitoring von Mitarbeiter-Plattformen.
    • Google-Bewertungen melden: Der Meldeprozess bei Google (Flagging, Business Redressal Form, Google Support), Erfolgsfaktoren (klarer Richtlinienverstoß benennen), typische Bearbeitungszeit (3-14 Tage).
    • Mitbewerber-Bewertungen: Konkurrenz schlecht bewerten lassen (Astroturfing) ist illegal. Wettbewerber-Fake-Reviews auf dem eigenen Profil erkennen und melden.
    • Brücke: GFU-Seminar „DSGVO und Social Media" (S6696, 2T) für vertiefte datenschutzrechtliche Aspekte.
  • 11. Management-Reporting: Reputation in Zahlen
    • Die 5 KPIs für das Management: Durchschnittsbewertung (gewichtet über alle Plattformen), Bewertungsvolumen (Trend: wachsend = gut), Antwortquote (Ziel: 100% bei negativen, >80% bei positiven), Durchschnittliche Antwortzeit (Ziel: <24h negativ, <48h positiv), Sentiment-Trend (positiv/negativ-Verhältnis über Zeit).
    • Reputation Score: Eine einzige Kennzahl, die die Reputation über alle Plattformen zusammenfasst - gewichteter Durchschnitt (Google 40%, Kununu 25%, Trustpilot 20%, App Store 15% - je nach Branche anpassen).
    • Monatliches Reporting: Dashboard-Template: aktuelle Bewertung je Plattform, Trend (Pfeil hoch/runter), Top-3-Lob-Themen, Top-3-Kritik-Themen, besondere Vorkommnisse, geplante Maßnahmen.
    • Quartals-Tiefenanalyse: Themen-Trends über 3 Monate, Wettbewerbsvergleich, Korrelation mit Business-KPIs (Hat die verbesserte Bewertung mehr Anfragen gebracht?), ROI der Maßnahmen.
    • Vom Feedback zur Verbesserung: Bewertungs-Insights in die Produktentwicklung, den Kundenservice und das Employer Branding einfließen lassen - Review-Daten als „Voice of the Customer/Employee" systematisch nutzen. Closed-Loop-Feedback: Problem erkannt -> Maßnahme umgesetzt -> Verbesserung in neuen Bewertungen sichtbar.
    • Praxis-Übung: Teilnehmende erstellen ein monatliches Reporting-Template für ihr Unternehmen - KPIs, Datenquellen, Darstellung, Empfänger.
  • 12. Praxis-Workshop: „Your Review Monitoring System"
  • Phase 1 - Bestandsaufnahme und Monitoring-Setup (30 Min):
    • Alle relevanten Bewertungsplattformen für das eigene Unternehmen erfassen (mindestens 3).
    • Aktuelle Bewertungslage dokumentieren: Sterne, Anzahl, Antwortquote, letzte Antwort.
    • Monitoring-Tool und Alert-Konfiguration auswählen und beschreiben.
  • Phase 2 - KI-Analyse der eigenen Bewertungen (30 Min):
    • 20+ Bewertungen exportieren (oder Beispiel-Datensatz nutzen).
    • ChatGPT/Claude-Analyse: Top-Themen, Sentiment-Trend, konkrete Verbesserungsvorschläge.
    • Ergebnisse in einem Kurz-Report zusammenfassen.
  • Phase 3 - Response-Templates und Workflow (30 Min):
    • 5 Response-Templates erstellen (je Bewertungstyp und Plattform).
    • Response-Workflow definieren: Rollen, SLAs, Eskalationspfade.
    • KI-gestützte Antwort-Generierung testen und bewerten.
  • Phase 4 - Reporting-Dashboard und 90-Tage-Plan (30 Min):
    • Monatliches Reporting-Template erstellen (KPIs, Darstellung, Empfänger).
    • 90-Tage-Plan: Woche 1-4: Monitoring einrichten + Rückstand aufholen (unbeantwortete Bewertungen), Woche 5-8: Response-Routine etablieren + Bewertungen aktiv generieren, Woche 9-12: erstes Quartals-Reporting + Maßnahmen ableiten.

  • Marketing- und Kommunikationsverantwortliche: Die den Überblick über die Online-Reputation ihres Unternehmens behalten und systematisch steuern möchten.
  • Customer Experience- und Service-Teams: Die Kundenfeedback aus Bewertungsportalen in Produkt- und Serviceoptimierung überführen.
  • HR- und Employer-Branding-Verantwortliche: Die Kununu und Glassdoor als Arbeitgeber-Touchpoint professionell managen.
  • Product Owner und App-Verantwortliche: Die App-Store-Bewertungen (Google Play, Apple App Store) systematisch auswerten und auf Release-Feedback reagieren.
  • Geschäftsführer und Inhaber: Die verstehen möchten, was Kunden und Mitarbeitende öffentlich über ihr Unternehmen sagen - und wie sie darauf reagieren sollten.
Voraussetzungen: Keine technischen Vorkenntnisse. Zugang zu den Bewertungsprofilen des eigenen Unternehmens auf mindestens einer Plattform (Google Business, Kununu, Trustpilot o.ä.) ist für die Praxis-Übungen empfohlen.


In Präsenz

Online
Lernmethode

Ausgewogene Mischung aus Theorie und praktischen Übungen auf persönlichem Schulungs-PC.

Wie auch bei unseren Präsenz-Seminaren: Ausgewogene Mischung aus Theorie und praktischen Übungen. Trainer durchgehend präsent.

Unterlagen

Seminarunterlagen oder Fachbuch inklusive. Das Fachbuch wählt der Trainer passend zum Seminar aus - Ihren individuellen Buch-Wunsch berücksichtigen wir auf Nachfrage gerne.

Seminarunterlagen oder Fachbuch inklusive (via DHL). Das Fachbuch wählt der Trainer passend zum Seminar aus - Ihren individuellen Buch-Wunsch berücksichtigen wir auf Nachfrage gerne.

Arbeitsmaterialien

Din A4 Block, Notizblock, Kugelschreiber, USB-Stick, Textmarker, Post-its

Teilnahmezertifikat

Nach Abschluss des Seminars erhalten Sie das Teilnahmezertifikat inkl. Inhaltsverzeichnis per E-Mail als PDF.


In Präsenz

Online
Teilnehmendenzahl

min. 1, max. 8 Personen

Garantierte Durchführung *

Ab 1 Teilnehmenden

Schulungszeiten
2 Tage, 09:00 - 16:00 Uhr
Ort der Schulung
GFU Schulungszentrum oder Virtual Classroom
GFU Schulungszentrum
Am Grauen Stein 27
51105 Köln-Deutz

oder online im Virtual Classroom oder europaweit bei Ihnen als Inhouse-Schulung

Um ein optimales Raumklima zu gewährleisten, haben wir das Schulungszentrum mit 17 hochmodernen Trotec TAC V+ Luftreinigern ausgestattet. Diese innovative Filtertechnologie (H14 zertifiziert nach DIN EN1822) sorgt dafür, dass die Raumluft mehrfach pro Stunde umgewälzt wird und Schadstoffe zu 99.995% im HEPA-Filter abgeschieden und infektiöse Aerosole abgetötet werden.

Zusätzlich sind alle Räume mit CO2-Ampeln ausgestattet, um jederzeit eine hervorragende Luftqualität sicherzustellen.

Räumlichkeiten

Helle und modern ausgestattete Räume mit perfekter Infrastruktur

Bequem aus dem Homeoffice von überall

All-Inclusive

Frühstück, Snacks und Getränke ganztägig, Mittagessen im eigenen Restaurant, täglich 6 Menüs, auch vegetarisch

Eine Auswahl unserer Frühstücks-Snacks und Nervennahrungs-Highlights senden wir Ihnen mit den Seminarunterlagen via DHL zu.
Barrierefreiheit

Das GFU-Schulungszentrum (Am Grauen Stein 27) ist barrierefrei

-

In Präsenz

Online
  • Eigener Shuttle-Service
  • Reservierte Parkplätze
  • Hotelreservierung
  • Technik-Sofort-Support

Buchungsmöglichkeiten

Online oder in Präsenz teilnehmen

Sie können sowohl Online als auch in Präsenz am Seminar teilnehmen. Klicken Sie bei Ihrer Buchung oder Anfrage einfach die entsprechende Option an.

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FAQ für Inhouse Schulungen

Bei einer offenen Schulung stehen Ort und Termin vorab fest. Jeder Interessent kann eine offene Schulung buchen, daher treffen Teilnehmer aus verschiedenen Unternehmen aufeinander.

Inhouse Schulungen können auf Ihren individuellen Schulungsbedarf zugeschnitten werden. Sie bestimmen den Teilnehmerkreis, Termin und Schulungsort.

Bei einer Inhouse Schulung gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Unternehmens ein und decken den Schulungsbedarf direkt bei Ihnen im Unternehmen ab.

Das spart Zeit und Geld und sorgt für einen schnellen Wissenstransfer Ihrer Mitarbeiter.

Eine komplette Lernumgebung in der Cloud mit Remote Zugriff ist für uns selbstverständlich. Sie müssen sich um nichts kümmern. Lediglich ein funktionierender PC oder Notebook mit Internetanschluss sollte für jeden Teilnehmer am Schulungstag bereit stehen.

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  • Auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittener individueller Lernstoff
  • Sie können den Termin flexibel gestalten, so wie es für Sie am besten passt
  • Unsere Inhouse Schulungen können Europaweit durchgeführt werden
  • Der Fokus liegt auf Ihrem Schulungsbedarf, somit schonen Sie Ihr Budget
  • Wissenslücken Ihrer Mitarbeitet werden schnell geschlossen
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