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Alle Drohnen Schulungen

Schulung Drohnen-Inspektion und Vermessung für KMU

Eine einfache Vermessungs-Mission bis zum auswertbaren Bericht und zum kundenfertigen Liefer-Stück

3 Tage / S7067
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Schulungsformen

Inhouse-/Firmenschulung

  • 3 Tage - anpassbar
  • Termin nach Wunsch
  • In Ihrem Hause oder bei der GFU
  • Preis nach Angebot

  • Lernumgebung in der Cloud
  • Inhalte werden auf Wunsch an die Anforderungen Ihres Teams angepasst.
Präsenz Online Hybrid

Beschreibung

Drohnen sind in vielen Handwerks-, Bau-, Immobilien- und Landwirtschafts-Betrieben in den letzten Jahren von der Spielerei zum ernsthaften Arbeits-Werkzeug geworden. Eine Dach-Begutachtung, für die früher Gerüst und Hub-Steiger nötig waren, dauert mit einer Drohne dreißig Minuten. Eine PV-Anlage, deren defekte Module mit dem Blick vom Boden kaum zu finden sind, zeigt ihre Schwach-Stellen unter einer Thermo-Kamera in einem einzigen Überflug. Eine Grundstücks-Vermessung, die im Zuge eines betrieblichen Bauvorhabens oder einer Bestandsaufnahme gebraucht wird, lässt sich mit guten Photogrammetrie-Werkzeugen erstaunlich präzise auch ohne externe Vermesserin durchführen - innerhalb der gesetzlichen Grenzen für nicht-hoheitliche Vermessung.
Gleichzeitig ist das Feld in Deutschland klar geregelt: Die EU-Drohnen-Verordnung ist seit 2021 wirksam, die Übergangsfristen sind weitgehend ausgelaufen, das Luftfahrt-Bundesamt führt das Register, die Kompetenz-Nachweise sind verbindlich, die gewerbliche Versicherungs-Pflicht gilt, und Persönlichkeits-Rechte, DSGVO und Mitbestimmung setzen klare Grenzen für Aufnahmen.
Was 2026 zählt, ist ein pragmatischer Einstieg, der nach dem MVP-Prinzip vorgeht: Lieber heute einen ersten sauberen Flug mit nutzbaren Aufnahmen haben, als in vier Wochen eine perfekte Theorie ohne ein einziges echtes Werkstück. Dieser Drei-Tage-Workshop führt vom ersten sicheren Flug über die erste Inspektion und die erste Vermessungs-Mission bis zum auftraggeber-fertigen Bericht und der eigenen Roadmap. Wichtige Grenze: Der Mensch bleibt Pilotin oder Pilot - die Drohne fliegt, aber die Verantwortung für Sicherheit, Recht und Auswertung trägt die Person am Steuer.

Tauchen Sie tiefer ein mit einer weiteren Drohnen Schulung aus unserem Seminarangebot.

Schulungsziel

Jede teilnehmende Person verlässt das Seminar mit eigener Pilot-Routine, einer dokumentierten Inspektions-Mission, einem ersten Photogrammetrie-Modell mit Maß-Treue im Meter-Bereich, einem auftraggeber-fertigen Bericht und einer 90-Tage-Roadmap mit messbaren Ankern - tragfähig ab dem ersten Arbeitstag nach dem Seminar.

Details

Inhalt

Tag 1: Grundlagen, Drohnen-Welt, erster Flug
1. Was Drohnen für KMU leisten können - und was nicht
  • Ziele und Erwartungen der Teilnehmenden
    • Klärung individueller Lernziele und Erwartungen für ein praxisnahes und relevantes Seminar
  • Drei Stufen der Drohnen-Nutzung im Betrieb: Sicht-Inspektion (was sehe ich aus der Luft), strukturierte Aufnahme (Foto-Serie, Video-Sequenz für Berichte), Photogrammetrie (Drei-D-Modelle, Karten, Vermessung).
  • Typische KMU-Anwendungs-Fälle: Dach-Begutachtung vor Angebot oder nach Sturm, Fassaden-Inspektion, PV-Anlagen-Prüfung optisch und thermisch, Bau-Fortschritt-Dokumentation, Schaden-Aufnahme für Versicherung, Grundstücks-Vermessung für betriebliche Bau-Voranfrage, Landwirtschafts-Beobachtung, Lager-Bestand-Schätzung (Schüttgut, Holz).
  • Was Drohnen heute gut können: optische und thermische Aufnahmen aus Höhen, die ohne Hub-Steiger gefährlich oder teuer wären; Foto-Serien für Drei-D-Modelle; orthogonale Luftbilder für Karten; Wiederholungs-Missionen mit gleicher Strecke.
  • Was sie nicht gut können: durch Wände sehen, hohe Wind- und Niederschlags-Lagen sicher fliegen, dichten Stadt-Innenraum ohne Sondergenehmigung bedienen, hohe Vermessungs-Genauigkeit ohne Boden-Punkte oder RTK, vollständig automatisch ohne Pilotin oder Pilot vor Ort.
  • Realistisches Erwartungs-Niveau: eine Drohne ist ein Werkzeug, kein Ersatz für Sachverständigen-Urteil. Was sie liefert, sind Aufnahmen und Daten - die Bewertung bleibt Aufgabe der Fach-Person.
  • MVP-Prinzip im Drohnen-Kontext: ein sicherer Flug, eine klare Aufnahme-Aufgabe, ein auswertbarer Liefer-Stand als Einstieg.
  • Anti-Muster bei Anfängerinnen und Anfängern: zu großes Werkzeug zu früh (Profi-Drohne ohne Erst-Erfahrung), nicht angemeldete oder ohne gewerbliche Versicherung absolvierte Flüge, fehlende Sicht-Verbindung (VLOS-Verstoß), Aufnahmen von Personen und Nachbar-Grundstücken ohne Klärung.
  • Wirtschaftlichkeit für KMU: Anschaffungs-Kosten Drohne plus gewerbliche Versicherung plus Software plus Lern-Aufwand versus Stunden-Ersatz für Gerüst- oder Hub-Steiger-Aufträge.
  • Praxis-Übung: Eigene Standort-Bestimmung - drei konkrete Anwendungs-Fälle aus dem eigenen Betrieb beschreiben, je drei Pro- und Contra-Argumente notieren, das wichtigste erste Ziel für die nächsten drei Monate festlegen.
2. Drohnen-Welt 2026 und EU-Regulierung
  • Drohnen-Klassen für KMU 2026: DJI Mini 4 Pro und Mini 5 Pro (unter 250 Gramm, weniger streng reguliert), DJI Air 3S, DJI Mavic 3 Pro und Mavic 4 Pro (Standard-Profi), DJI Mavic 3 Thermal für Wärme-Bild, DJI Mavic 3 Multispectral für Landwirtschaft, DJI Matrice-Reihe für gewerbliche Inspektion. Autel EVO Max, Parrot ANAFI, Skydio als Alternativen.
  • Welche Drohne für welches KMU-Profil: Solo-Selbstständige und Einzel-Unternehmer im Klein-Gewerbe meist Mini-Klasse für leichte Inspektion; Inspektions-Betriebe meist Mavic 3 oder 4; PV- und Energie-Bereich häufig mit Thermal-Modell; Landwirtschaft eher Mavic 3 Multispectral oder spezialisierte Plattform.
  • Auswahl-Kriterien: Gewicht und Klasse, Kamera-Auflösung, Sensor-Größe, Hindernis-Erkennung, RTK-Verfügbarkeit, Wind-Festigkeit, Akku-Lauf-Zeit, Service-Netz, gewerbliche Garantie-Optionen.
  • EU-Drohnen-Verordnung in einfachen Worten: drei Kategorien Open, Specific, Certified - die meisten KMU-Anwendungen liegen in der Open-Kategorie.
  • Open-Kategorie mit Unter-Kategorien A1, A2, A3: jede mit eigenen Abstands- und Personen-Regeln.
  • C-Klassifizierung der Drohne (C0, C1, C2, C3, C4): bestimmt, in welcher Unter-Kategorie geflogen werden darf.
  • Kompetenz-Nachweise: EU-Kompetenznachweis A1/A3 (online beim Luftfahrt-Bundesamt, kostenfrei, Mindest-Voraussetzung); EU-Fernpilot-Zeugnis A2 (mit Theorie-Prüfung, ermöglicht näheren Abstand zu Personen).
  • Registrierungs-Pflicht beim LBA: für die meisten KMU-Drohnen verpflichtend, eUAS-Betreiber-Nummer auf Drohne anzubringen.
  • Gewerbliche Versicherungs-Pflicht: Haftpflicht für gewerbliche Drohnen-Nutzung ist in Deutschland verbindlich; private Haftpflicht-Versicherung deckt gewerbliche Flüge nicht ab.
  • Geo-Awareness und Geo-Fencing: Flugverbots-Zonen rund um Flughäfen, militärische Anlagen, Krankenhäuser, Justiz-Vollzug, Naturschutz-Gebiete, Versammlungs-Lagen.
  • E-ID / Direct Remote ID: technische Identifikations-Pflicht für C-klassifizierte Drohnen seit 2024.
  • Höhen- und Sicht-Grenzen: 120 Meter maximal, ständiger Sichtkontakt (VLOS) als Standard, Nacht-Flüge mit besonderen Voraussetzungen.
  • Praxis-Übung: Eigenes Regel-Profil - die eigene Drohne klassifizieren (Klasse, Gewicht, Kompetenz-Nachweis-Bedarf), die für die geplanten Anwendungs-Fälle nötigen Sub-Kategorien (A1, A2, A3) identifizieren, eine Checkliste mit fünf Vor-Flug-Punkten erstellen.
3. Erster MVP: erster sicherer Flug mit Aufnahmen
  • Vor-Flug-Checkliste in einfachen Worten: Wetter prüfen (Wind, Niederschlag, Sicht, Temperatur), Akku-Stand, Speicher-Karte, Firmware-Stand, Flug-Verbots-Zonen, Genehmigung des Grundstücks-Eigentümers oder Auftraggebers, Personen im Umfeld.
  • DJI Fly und DJI Pilot 2 als Standard-Apps: Bedienung der wichtigsten Funktionen, Foto-, Video- und Hyperlapse-Modi.
  • Auto-Modi für Einsteiger: Quickshots (Helix, Rocket, Boomerang) für Marketing-Aufnahmen im Auftrag, Wegpunkt-Modus für wiederholbare Strecken, Point-of-Interest-Modus für umrundende Aufnahmen.
  • Manuelle Steuerung: vorsichtig in offener, freier Umgebung üben, Sicht-Kontakt halten, Notfall-Hand-Griffe (Rückkehr zur Heimat-Position, Not-Landung).
  • Aufnahme-Logik für KMU-Inspektion: orthogonale Übersicht aus der Höhe, Schräg-Ansichten für räumlichen Eindruck, Detail-Aufnahmen aus geringer Distanz, Geo-Tags für spätere Zuordnung.
  • Drei-Punkte-Regel für sichere Anfänge: nie unter Personen ohne Klärung, nie aus Sichtkontakt, nie ohne klar definiertes Ende.
  • Erfolgs-Kriterium: ein sicherer Flug mit zwölf bis fünfzehn Aufnahmen, die sich zum ersten kleinen Bericht zusammenstellen lassen.
  • Daten-Übernahme nach dem Flug: Speicher-Karte ins Notebook, geordnete Ordner-Struktur (Datum, Auftrag, Objekt), Kontroll-Sichtung am gleichen Tag.
  • Praxis-Übung: Erster Flug - mit der eigenen Drohne (oder einer Schulungs-Drohne) ein einfaches Objekt (Schulungs-Gebäude, Parkplatz, Feld) sicher überfliegen, einen Vor-Flug-Check durchführen, fünfzehn Aufnahmen in unterschiedlichen Höhen und Winkeln aufnehmen, die Daten in einer geordneten Struktur auf das Notebook übernehmen.
Tag 2: Inspektion, Vermessung, Auswertung
4. Inspektions-Workflows: Dach, Fassade, PV, Thermo
  • Dach-Inspektion in einfachen Worten: Übersichts-Flug zur Lage-Erfassung, systematischer Schrägflug entlang der Dachflächen, Detail-Aufnahmen aller Auffälligkeiten, Foto-Strecke zur späteren Berichts-Erstellung.
  • Fassaden-Inspektion: vertikale Streifen-Strecken, gleichmäßiger Abstand zur Fassade, Sonnen-Stand beachten (Gegenlicht vermeiden).
  • PV-Anlagen-Inspektion optisch: gleichmäßiger Überflug, alle Modul-Reihen abdecken, einzelne Module bei Bedarf näher anfahren.
  • PV-Anlagen-Inspektion thermisch: für diese Aufnahmen ist eine Thermal-Drohne (DJI Mavic 3 Thermal oder gleichwertig) notwendig, Aufnahme bei klarer Lage und ausreichend Sonneneinstrahlung - defekte Module zeigen sich als wärmere Stellen.
  • Bau-Fortschritt-Dokumentation: wiederholbare Strecke pro Begeh-Termin, gleiche Flug-Höhen und -Winkel, Vergleichs-Mappen über Zeit.
  • Schaden-Aufnahme nach Sturm: schnelle Übersichts-Flüge, Datums-Stempel, geo-getaggte Aufnahmen als Beweis-Material für die Versicherung.
  • Industrie-Inspektion: Türme, Hallen-Dächer, Schornsteine - ergänzend zur Begehung, nicht als Ersatz.
  • Auftraggeber-Erwartung verstehen: was genau wird gebraucht (Übersicht, einzelne Schäden, vermessbare Aufnahmen, Wärme-Bild) - das bestimmt die Mission.
  • Praxis-Übung: Inspektions-Werkstatt - für einen eigenen Anwendungs-Fall (Dach, Fassade oder PV) eine vollständige Inspektions-Mission planen (Flug-Strecke, Aufnahme-Punkte, erwartete Bild-Zahl), in der Lab-Umgebung oder am Schulungs-Objekt fliegen und die Aufnahmen sichten.
5. Vermessung und Photogrammetrie-Grundlagen
  • Photogrammetrie in einfachen Worten: aus vielen sich überlappenden Foto-Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln entsteht durch eine Software ein dreidimensionales Modell.
  • Wichtigste Ergebnis-Stände: Punktwolke, Polygon-Modell (Mesh), Orthophoto (massstabsgetreue Luftbild-Karte), Digitales Gelände-Modell (DGM).
  • Überlappung als Schlüssel-Größe: Front-Überlappung und Seiten-Überlappung typischerweise 70 bis 80 Prozent - weniger heißt Lücken im Modell.
  • Ground Sampling Distance (GSD) in einfachen Worten: wie viele Zentimeter auf dem Boden ein Pixel des Bildes abdeckt - bestimmt die Detail-Auflösung des Endergebnisses.
  • Genauigkeit ohne RTK: typischerweise ein bis drei Meter horizontale Lage-Abweichung - ausreichend für viele KMU-Anwendungen, nicht ausreichend für hoheitliche Vermessung.
  • Genauigkeit mit RTK oder PPK: Zentimeter-Bereich möglich, RTK-fähige Drohnen sind deutlich teurer.
  • Ground Control Points (GCP) in einfachen Worten: am Boden ausgelegte, vermessene Marker für höhere Genauigkeit - pragmatische Lösung ohne RTK-Drohne.
  • Missions-Planungs-Werkzeuge: DJI Pilot 2 mit eingebauter Missionsplanung, DroneDeploy, DroneHarmony, Litchi, Pix4Dcapture.
  • Geräte-übergreifende Lage: die Mission wird einmal geplant und kann an verschiedenen Tagen wiederholt werden, was für Veränderungs-Beobachtung wichtig ist.
  • Rechtliche Einordnung: vermessungs-ähnliche Aufgaben sind für interne KMU-Zwecke (Bau-Voranfrage, Planung, Schaden-Dokumentation, Sachverständigen-Bericht) zulässig; hoheitliche oder katasterliche Vermessung ist öffentlich bestellten Vermesserinnen und Vermessern vorbehalten.
  • Praxis-Übung: Photogrammetrie-Werkstatt - eine erste einfache Photogrammetrie-Mission für ein kleines Objekt planen (Schulungs-Gebäude oder Hof), mit ausreichender Überlappung fliegen, die Aufnahmen für die Auswertung im nächsten Kapitel vorbereiten.
6. Auswertung mit DroneDeploy, WebODM und Pix4D Cloud
  • Werkzeug-Welt für KMU 2026: DroneDeploy (Cloud, Einsteiger-Tarif), Pix4D Cloud und Pix4Dmapper (Profi-Standard), WebODM als selbst-hostbare Open-Source-Alternative, OpenDroneMap als Engine dahinter, DJI Terra für DJI-nahe Anwendungen.
  • Cloud versus selbst-hosten: Cloud-Lösungen sind schneller startbereit, aber laufende Kosten und Daten-Übertragung großer Bild-Sätze; WebODM ist kostenfrei, braucht aber Hardware-Leistung und Linux-Affinität.
  • Foto-Upload und Verarbeitung: typische Verarbeitungs-Dauer für hundert Aufnahmen, Hardware-Anforderungen, Cloud-Quoten.
  • Verarbeitungs-Schritte in einfachen Worten: Bild-Ausrichtung, Punktwolke-Erzeugung, Mesh-Erzeugung, Textur-Auflage, Orthophoto-Erzeugung.
  • Was hinten heraus kommt: ein Drei-D-Modell zum Drehen, ein Orthophoto zum Vermessen, ein digitales Gelände-Modell für Höhen-Analyse.
  • Mess-Werkzeuge in den Auswertungs-Anwendungen: Strecken, Flächen, Volumen - für Schüttgut-Schätzung, Dach-Flächen-Berechnung, Grundstücks-Maß im betrieblichen Kontext.
  • Genauigkeits-Kontrolle: bekannte Maße im Modell prüfen, Plausibilität sichern.
  • KI-Ergänzungen in den Werkzeugen: automatische Erkennung von Modulen in PV-Aufnahmen, automatische Schaden-Markierung in Dach-Aufnahmen, automatische Klassifikation von Punktwolken (Boden, Vegetation, Gebäude) - jeweils mit Bedarf an menschlicher Nachkontrolle.
  • Datei-Welten: GeoTIFF für Orthophotos, LAS und LAZ für Punktwolken, OBJ und PLY für Drei-D-Modelle, CAD-Übergaben über DXF und DWG.
  • Praxis-Übung: Auswertungs-Werkstatt - die in Kapitel 5 aufgenommenen Photogrammetrie-Daten in einer Auswertungs-Anwendung (DroneDeploy, Pix4D Cloud oder WebODM) verarbeiten, ein Orthophoto und ein Drei-D-Modell erzeugen, mindestens drei Maße im Modell vornehmen und plausibilisieren.
Tag 3: Bericht, Recht, Versicherung, Roadmap
7. Berichts-Erstellung und Auftraggeber-Kommunikation
  • Liefer-Stände für unterschiedliche Auftraggeber-Seiten: kurzer Foto-Bericht mit Übersicht und drei Detail-Aufnahmen für einfache Inspektion, ausführlicher Bericht mit Maßen und Bewertung für Versicherung, Drei-D-Modell mit interaktiver Ansicht für Auftraggeber-Gespräch, Orthophoto mit Maß-Angaben für Architektin oder Sachverständigen-Bericht.
  • Berichts-Aufbau in einfachen Worten: Deck-Blatt mit Auftraggeber, Datum, Objekt; Überblick-Aufnahme; systematische Aufnahmen; ausgewählte Detail-Aufnahmen; Maße und Anmerkungen; Schluss mit Empfehlung oder Weiter-Empfehlung an Fach-Person.
  • Werkzeuge für die Berichts-Erstellung: Word, PowerPoint, Pages, oder spezialisierte Berichts-Werkzeuge wie Skyebrowse, Reportee, Stack Reporter; Online-Liefer-Optionen über DroneDeploy oder Pix4D Cloud.
  • Geo-Tags und Datums-Stempel im Bericht: nachvollziehbare Beweis-Lage für Versicherungs- und Rechts-Fälle.
  • KI-Hilfen für Berichts-Texte: ChatGPT, Claude oder Microsoft Copilot helfen beim Formulieren von Beschreibungs-Texten - die Beurteilung selbst bleibt Aufgabe der Fach-Person.
  • Interaktive Liefer-Stände: Drei-D-Modell-Links mit Sketchfab oder DroneDeploy, virtuelle Begehung statt PDF, QR-Code im Bericht.
  • Preis-Logik für KMU: pauschal pro Mission, pauschal pro Objekt-Art, Stunden-Satz, Wieder-Holungs-Rabatt; typische Preis-Spannen für gewerbliche Drohnen-Dienstleistungen in DACH 2026.
  • Daten-Aufbewahrung: roh-Aufnahmen sicher ablegen, fertige Berichte versionieren, Auftraggeber-Übergaben dokumentieren.
  • Praxis-Übung: Berichts-Werkstatt - aus den eigenen Aufnahmen einen vollständigen Inspektions-Bericht mit fünf bis acht Seiten erstellen, geo-getaggte Aufnahmen einbinden, Maße aus der Auswertung übernehmen, einen Drei-D-Modell-Link als digitalen Anhang ergänzen.
8. Recht, gewerbliche Versicherung, DSGVO, Arbeitsschutz, EU-AI-Act
  • EU-Drohnen-Verordnung im Tages-Geschäft: jede Mission auf die zutreffende Sub-Kategorie (A1, A2, A3) prüfen, Abstands-Regeln einhalten, Höhen-Grenze 120 Meter beachten, Sichtkontakt halten.
  • Gewerbliche Versicherungs-Pflicht im Detail: gewerbliche Drohnen-Haftpflicht-Versicherung erforderlich, übliche Deckungs-Summen, Aufschlag für gewerbliche Nutzung gegenüber privater Konstellation, Sonder-Klauseln für Thermal-Einsatz oder Photogrammetrie.
  • Hausrecht und Grundstücks-Eigentum: für Flüge über fremde Grundstücke ist die Erlaubnis der Eigentümerin oder des Eigentümers nötig; reine Über-Flüge in großer Höhe sind anders zu bewerten als gezielte Aufnahmen.
  • Persönlichkeits-Rechte: Personen sind ohne Einwilligung nicht erkennbar abzubilden, Gesichter und Kennzeichen sind im Bericht zu verpixeln oder zu schwärzen.
  • DSGVO im Drohnen-Einsatz: Aufnahmen mit Personen-Bezug sind personenbezogene Daten, Verarbeitungs-Verzeichnis ergänzen, Aufbewahrungs-Fristen festlegen, Auftraggeber-Verträge mit Daten-Schutz-Klauseln.
  • Auftrags-Verarbeitungs-Vertrag (AVV): wenn KMU als Dienstleister für andere Drohnen-Aufnahmen anfertigt, ist häufig ein AVV nötig.
  • Naturschutz und Brut-Zeiten: Aufstieg in Naturschutz-Gebieten und während sensibler Zeiten in der Regel verboten, regionale Sonder-Regeln beachten.
  • Arbeitsschutz und DGUV: bei gewerblichem Drohnen-Einsatz mit eigenen Mitarbeitenden gelten Arbeitsschutz-Vorschriften, DGUV-Information zum Umgang mit Drohnen prüfen, Unterweisungs-Pflicht für eingewiesene Pilotinnen und Piloten.
  • Mitbestimmung und Beschäftigten-Schutz: wenn Drohnen-Aufnahmen über eigene Mitarbeitende erfolgen (z.B. auf Baustellen), ist Mitbestimmung ein Thema.
  • EU-AI-Act seit 2. August 2026: KI-gestützte Analyse-Funktionen in Inspektion und Vermessung sind in der Regel unkritisch, KI-gestützte Personen-Identifikation oder Verhaltens-Analyse ist heikel.
  • Notfall-Plan: Verhalten bei Drohnen-Absturz, Personen-Schaden, Sach-Schaden, Daten-Verlust.
  • Praxis-Übung: Eigene Recht- und Versicherungs-Liste - fünf konkrete „Tue ich"-Punkte und fünf konkrete „Tue ich nicht"-Punkte für die eigene Drohnen-Praxis formulieren, eine Mission-Vorlage mit Vor-Flug-Check und Eigentümer-Klärung erstellen, gewerbliche Versicherungs-Lage prüfen.
9. Persönliche 90-Tage-Roadmap und Geschäfts-Modell
  • Zustand nach drei Tagen: was läuft schon (Drohne im Griff, EU-Regel-Lage klar, drei eigene Inspektions-Aufnahmen, ein einfaches Photogrammetrie-Modell, ein vollständiger Bericht, gewerbliche Versicherung gegen-geprüft), was ist noch offen.
  • Erste 30 Tage: eigene Drohne mit voller Pilot-Routine in Betrieb nehmen, drei reale Inspektionen für Bestands-Auftraggeber oder erste neue Auftraggeber absolvieren, Berichts-Vorlage stabilisieren.
  • Zweite 30 Tage: erste Photogrammetrie-Mission für einen Auftraggeber, Auswertungs-Routine schärfen, KI-Hilfen ausprobieren.
  • Dritte 30 Tage: Preis-Modell festlegen, B2B-Marketing-Maßnahmen starten (eigene Webseite, Bestands-Kunden ansprechen, Branchen-Netzwerke und Innungs-Bezug), erste Erfolgs-Anker auswerten.
  • Geschäfts-Modell im KMU: Eigen-Nutzung im bestehenden Betrieb (Effizienz-Gewinn) versus Dienstleistung an Dritte (Umsatz-Plus) versus Kombi-Modell.
  • Anschaffungs-Erweiterungen: Thermal-Kamera, RTK-Modul, zusätzliche Akkus, Transport-Koffer, professionelle Foto-Verarbeitung.
  • Lern-Pfad: EU-Fernpilot-Zeugnis A2 absolvieren, gegebenenfalls Specific-Kategorie-Berechtigung für besondere Missionen anstreben, spezialisierte Schulungen (Pix4D, DroneDeploy, WebODM) als Vertiefung.
  • Risiko-Plan: Verhalten bei Drohnen-Defekt, bei plötzlich verschlechtertem Wetter, bei unerwarteter Personen-Lage am Boden, bei rechtlicher Frage zu einer Mission.
  • Lern-Partnerschaft: einen Sparring-Buddy aus dem Seminar wählen für gegenseitige Rückmeldung - Drohnen-Pilotinnen und -Piloten in der gleichen Phase haben ähnliche Fragen.
  • Praxis-Übung: Persönliche 90-Tage-Roadmap - konkreter Stand am Ende von Tag drei, drei monatliche Meilensteine, drei messbare Anker (z.B. Anzahl Inspektions-Aufträge pro Monat, durchschnittliche Zeit-Ersparnis gegenüber konventioneller Methode, Anteil zufriedener Auftraggeber-Rückmeldungen), Sparring-Buddy aus dem Seminar.

  • Dachdecker, Maler, Fassaden- und Gerüst-Betriebe: Die Dach- und Höhen-Begutachtung mit der Drohne effizienter und sicherer machen wollen.
  • Solar- und Photovoltaik-Betriebe sowie Energie-Berater: Die PV-Anlagen mit optischen und thermischen Aufnahmen prüfen und Auftraggeber-fertig dokumentieren möchten.
  • Bau-Unternehmen, Immobilien-Verwaltungen, Sachverständige und Architektur-Büros: Die Bestandsaufnahme, Bau-Fortschritt und Schaden-Dokumentation aus der Luft sauber führen wollen.
  • Landwirte, Forst-Verantwortliche und Naturschutz-Betriebe: Die Flächen, Bestand und Schäden aus der Luft beobachten und dokumentieren möchten.
Voraussetzungen: Solide PC-Anwender-Kenntnisse. Räumliches Vorstellungs-Vermögen. Eigene Drohne oder feste betriebliche Anschaffungs-Absicht (mindestens DJI Mini 4 Pro oder gleichwertig). Idealerweise bereits absolvierter EU-Kompetenz-Nachweis A1/A3 (online beim Luftfahrt-Bundesamt, kostenfrei), spätestens vor Seminar-Beginn zu absolvieren. Eigener konkreter Anwendungs-Fall aus dem Betriebs-Alltag (Dach, Fassade, PV, Grundstück, Feld, Lager-Fläche). Bereitschaft, im Freien zu fliegen und zu üben. Programmier-Kenntnisse sind ausdrücklich nicht erforderlich.


In Präsenz

Online
Lernmethode

Ausgewogene Mischung aus Theorie und praktischen Übungen auf persönlichem Schulungs-PC.

Wie auch bei unseren Präsenz-Seminaren: Ausgewogene Mischung aus Theorie und praktischen Übungen. Trainer durchgehend präsent.

Unterlagen

Seminarunterlagen oder Fachbuch inklusive. Das Fachbuch wählt der Trainer passend zum Seminar aus - Ihren individuellen Buch-Wunsch berücksichtigen wir auf Nachfrage gerne.

Seminarunterlagen oder Fachbuch inklusive (via DHL). Das Fachbuch wählt der Trainer passend zum Seminar aus - Ihren individuellen Buch-Wunsch berücksichtigen wir auf Nachfrage gerne.

Arbeitsmaterialien

Din A4 Block, Notizblock, Kugelschreiber, USB-Stick, Textmarker, Post-its

Teilnahmezertifikat

Nach Abschluss des Seminars erhalten Sie das Teilnahmezertifikat inkl. Inhaltsverzeichnis per E-Mail als PDF.


In Präsenz

Online
Teilnehmendenzahl

min. 1, max. 8 Personen

Garantierte Durchführung *

Ab 1 Teilnehmenden

Schulungszeiten
3 Tage, 09:00 - 16:00 Uhr
Ort der Schulung
GFU Schulungszentrum oder Virtual Classroom
GFU Schulungszentrum
Am Grauen Stein 27
51105 Köln-Deutz

oder online im Virtual Classroom oder europaweit bei Ihnen als Inhouse-Schulung

Um ein optimales Raumklima zu gewährleisten, haben wir das Schulungszentrum mit 17 hochmodernen Trotec TAC V+ Luftreinigern ausgestattet. Diese innovative Filtertechnologie (H14 zertifiziert nach DIN EN1822) sorgt dafür, dass die Raumluft mehrfach pro Stunde umgewälzt wird und Schadstoffe zu 99.995% im HEPA-Filter abgeschieden und infektiöse Aerosole abgetötet werden.

Zusätzlich sind alle Räume mit CO2-Ampeln ausgestattet, um jederzeit eine hervorragende Luftqualität sicherzustellen.

Räumlichkeiten

Helle und modern ausgestattete Räume mit perfekter Infrastruktur

Bequem aus dem Homeoffice von überall

All-Inclusive

Frühstück, Snacks und Getränke ganztägig, Mittagessen im eigenen Restaurant, täglich 6 Menüs, auch vegetarisch

Eine Auswahl unserer Frühstücks-Snacks und Nervennahrungs-Highlights senden wir Ihnen mit den Seminarunterlagen via DHL zu.
Barrierefreiheit

Das GFU-Schulungszentrum (Am Grauen Stein 27) ist barrierefrei

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Online
  • Eigener Shuttle-Service
  • Reservierte Parkplätze
  • Hotelreservierung
  • Technik-Sofort-Support

Buchungsmöglichkeiten

Online oder in Präsenz teilnehmen

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Eine komplette Lernumgebung in der Cloud mit Remote Zugriff ist für uns selbstverständlich. Sie müssen sich um nichts kümmern. Lediglich ein funktionierender PC oder Notebook mit Internetanschluss sollte für jeden Teilnehmer am Schulungstag bereit stehen.

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