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Alle Anforderungsmanagement Schulungen

Schulung Nicht-funktionale Anforderungen: Qualitätsszenarien systematisch spezifizieren

Performance, Sicherheit, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit: Von der vagen Erwartung zur messbaren Anforderung

2 Tage / S6830
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Beschreibung

„Das System soll performant sein." „Die Anwendung muss sicher sein." „Wir brauchen hohe Verfügbarkeit." - Jedes IT-Projekt ist voll von solchen Aussagen. Und jedes Mal bedeuten sie für den Product Owner etwas anderes als für den Architekten, den Entwickler und den Kunden. Das Ergebnis: Performance wird erst beim Lasttest zum Problem, Sicherheit erst beim Penetrationstest, Verfügbarkeit erst beim ersten Ausfall um 3 Uhr morgens.
Das Problem ist nicht fehlendes Bewusstsein - es ist fehlende Methodik . Funktionale Anforderungen werden als User Stories formuliert, mit Akzeptanzkriterien versehen, geschätzt und getestet. Nicht-funktionale Anforderungen hingegen bleiben vage Wünsche, die irgendwo im Lastenheft stehen und niemand überprüft.
Dieses Seminar vermittelt die Methodik der NFR-Spezifikation - wie erkennt, formuliert, priorisiert und validiert man nicht-funktionale Anforderungen? Wer das zugrundeliegende Qualitätsmodell vertiefen möchte, findet bei der GFU „ISO/IEC 25010 - Anforderungsmanagement und Softwarequalität" (S5078, 2T). Wer NFRs in Architektur übersetzen möchte, findet „Softwarearchitektur und -verwaltung" (S4392, 3T) und „Resilience Patterns für Microservices" (S6624, 2T). Wer Performance testen möchte, findet „k6: Moderne Lasttests" (S6509, 2T). Wer SLOs im Betrieb aufbauen möchte, findet „Site Reliability Engineering" (S4124, 2T).

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Schulungsziel

Jede teilnehmende Person verlässt das Seminar mit 3-5 vollständig spezifizierten Qualitätsszenarien für das eigene Projekt, einem priorisierten Qualitätsbaum , dokumentierten Zielkonflikten als Architecture Decision Records, einer Teststrategie pro NFR und einem NFR-Register als Vorlage für die eigene Organisation.

Details

Inhalt

Tag 1: NFRs verstehen, ermitteln und formulieren
  • Ziele und Erwartungen der Teilnehmenden
    • Klärung individueller Lernziele und Erwartungen für ein praxisnahes und relevantes Seminar
  • 1. Warum nicht-funktionale Anforderungen scheitern - und was man dagegen tun kann
    • Die teuersten Fehler in IT-Projekten: Funktionale Fehler werden beim Testing gefunden (Kosten: 1×). NFR-Fehler werden erst in Produktion sichtbar (Kosten: 10-100×). Performance-Probleme unter Last, Sicherheitslücken beim Audit, Verfügbarkeitsausfälle am Black Friday - alles Folgen fehlender oder vager NFR-Spezifikation.
    • Warum NFRs vage bleiben: Stakeholder denken in Funktionen, nicht in Qualität. Entwickler setzen voraus, dass „performant" selbstverständlich ist. Product Owner priorisieren Features über Qualität. Architekten treffen Qualitäts-Entscheidungen ohne explizites Mandat.
    • Die drei NFR-Fehler, die jedes Projekt macht: Zu spät (erst bei der Architektur statt bei den Anforderungen), zu vage (nicht messbar, nicht testbar), zu isoliert (nicht mit Architektur-Entscheidungen verknüpft).
    • Der Paradigmenwechsel: NFRs sind keine Nebenbedingungen - sie sind Architektur-Treiber . Die Entscheidung zwischen Monolith und Microservices, zwischen SQL und NoSQL, zwischen Cloud und On-Premises wird von NFRs getrieben, nicht von Features.
  • 2. Qualitätsmodell: ISO 25010 als Checkliste, nicht als Bürokratie
    • Die 8 Hauptmerkmale: Funktionale Eignung, Performance-Effizienz, Kompatibilität, Benutzbarkeit, Zuverlässigkeit, Sicherheit, Wartbarkeit, Portabilität. Jedes Merkmal mit 3-5 Untermerkmalen.
    • Pragmatischer Einsatz: ISO 25010 nicht als Formular ausfüllen, sondern als Checkliste nutzen: „Haben wir an Performance gedacht? An Sicherheit? An Wartbarkeit?" Systematisch statt zufällig.
    • Die häufigsten blinden Flecken: Wartbarkeit (wird fast nie spezifiziert, obwohl 60-80 % der Softwarekosten in der Wartung entstehen), Portabilität (Vendor Lock-in erst beim Wechsel bemerkt), Kompatibilität (Schnittstellen-Anforderungen vergessen).
    • Über ISO 25010 hinaus: Anforderungen, die in keinem Modell stehen, aber jedes Projekt betreffen: Compliance (DSGVO, NIS-2, Branchenregulierung), Betreibbarkeit (Deployment, Monitoring, Backup), Ökonomie (Infrastrukturkosten, Lizenzkosten).
    • Praxis-Übung: Teilnehmende nehmen ein eigenes Projekt und prüfen es systematisch gegen alle ISO-25010-Merkmale: Welche Merkmale sind relevant? Welche wurden bisher ignoriert? Ergebnis: NFR-Relevanz-Matrix (Merkmal × Relevanz × Aktueller Spezifikationsgrad).
  • 3. Qualitätsszenarien: Das Spezifikationsformat für NFRs
    • Das Problem mit „Das System soll schnell sein": Nicht messbar, nicht testbar, nicht verhandelbar. Jeder Stakeholder hat eine andere Vorstellung von „schnell". Architekten können damit nicht arbeiten, Tester können es nicht prüfen.
    • Qualitätsszenario-Schema: Jedes Qualitätsszenario besteht aus sechs Elementen: 
      • Quelle (wer/was löst das Szenario aus?): Endnutzer, Administrator, externer Service, Angreifer, Zeitgeber
      • Stimulus (was passiert?): Anfrage, Fehler, Angriff, Lastspitze, Konfigurationsänderung
      • Artefakt (was ist betroffen?): System, Komponente, Datenbank, API, UI
      • Umgebung (unter welchen Bedingungen?): Normalbetrieb, Spitzenlast, Wartungsfenster, Degraded Mode
      • Reaktion (was soll das System tun?): Antworten, Protokollieren, Ablehnen, Failover, Benachrichtigen
      • Maß (wie messen wir Erfolg?): Latenz <200ms, Verfügbarkeit 99,9 %, Wiederherstellungszeit <15 Min
    • Beispiele für jedes ISO-25010-Merkmal:
      • Performance: „Wenn 1.000 gleichzeitige Nutzer (Quelle) eine Produktsuche ausführen (Stimulus), dann liefert der Suchservice (Artefakt) unter Normallast (Umgebung) Ergebnisse (Reaktion) innerhalb von 200ms für 95 % der Anfragen (Maß)."
      • Sicherheit: „Wenn ein Angreifer (Quelle) eine SQL-Injection über das Login-Formular versucht (Stimulus), dann erkennt die Web Application Firewall (Artefakt) den Angriff im Normalbetrieb (Umgebung), blockiert die Anfrage und protokolliert den Vorfall (Reaktion) innerhalb von 50ms (Maß)."
      • Verfügbarkeit: „Wenn eine Datenbankinstanz ausfällt (Stimulus), dann übernimmt das Failover-System (Artefakt) im Normalbetrieb (Umgebung) die Verarbeitung (Reaktion) innerhalb von 30 Sekunden ohne Datenverlust (Maß)."
      • Wartbarkeit: „Wenn ein Entwickler (Quelle) einen neuen Zahlungsanbieter integrieren muss (Stimulus), dann kann die Integration (Artefakt) im Normalbetrieb (Umgebung) implementiert und deployt werden (Reaktion) innerhalb von 5 Arbeitstagen ohne Änderungen am Kernsystem (Maß)."
    • Praxis-Übung: Teilnehmende formulieren 5 Qualitätsszenarien für ihr eigenes Projekt - eines pro ISO-25010-Merkmal. Peer-Review: Ist das Szenario messbar? Testbar? Verständlich für den Stakeholder?
  • 4. NFRs ermitteln: Stakeholder-Workshops und Fragetechniken
    • Warum Stakeholder NFRs nicht von allein nennen: Stakeholder denken in Funktionen und Workflows, nicht in Qualitätsmerkmalen. „Ich will nach Produkten suchen können" (funktional) - aber nicht „Die Suche soll unter 200ms antworten" (NFR). NFRs müssen aktiv erfragt werden.
    • Fragetechniken für NFRs:
      • Szenario-Fragen: „Was passiert, wenn das System am Black Friday 10× mehr Traffic bekommt als normal?" „Was passiert, wenn ein Administrator versehentlich eine Tabelle löscht?" „Was passiert, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt - wie schnell müssen seine Zugänge gesperrt sein?"
      • Negativszenarien: „Was darf auf keinen Fall passieren?" (Datenverlust, unberechtigter Zugriff, Systemausfall während der Geschäftszeiten)
      • Vergleichsfragen: „Wie schnell ist das aktuelle System? Was ist akzeptabel, was nicht?"
      • Kosten-Fragen: „Was kostet eine Stunde Systemausfall? Was kostet ein Datenschutzvorfall?"
    • Workshop-Format: Quality Attribute Workshop (QAW): Strukturierter Halbtages-Workshop mit Stakeholdern: Geschäftstreiber vorstellen -> Architekturplan skizzieren -> Qualitätsszenarien gemeinsam brainstormen -> Szenarien priorisieren -> Refinement.
    • KI-gestützte Ermittlung: ChatGPT/Claude als Sparringspartner: „Welche nicht-funktionalen Anforderungen sind für ein E-Commerce-System mit 50.000 täglichen Nutzern typischerweise relevant?" -> KI liefert eine Checkliste, die der RE-Professional mit Stakeholdern validiert.
    • Praxis-Übung: Mini-QAW in Kleingruppen (20 Min) - ein Teilnehmer präsentiert sein Projekt, die Gruppe stellt NFR-Fragen, gemeinsam werden 5 Qualitätsszenarien formuliert.
Tag 2: Priorisieren, Zielkonflikte lösen und in Architektur/Testing überführen
  • 5. Qualitätsbaum: NFRs priorisieren und verhandelbar machen
    • Das Problem der Priorisierung: „Alles ist wichtig" - Performance UND Sicherheit UND Verfügbarkeit UND Wartbarkeit UND Benutzbarkeit. Ohne Priorisierung trifft der Architekt implizite Entscheidungen, die niemand hinterfragt.
    • Utility Tree / Qualitätsbaum: Hierarchische Darstellung: Wurzel = Systemqualität -> Äste = Qualitätsmerkmale (Performance, Sicherheit, ...) -> Blätter = konkrete Qualitätsszenarien. Jedes Szenario wird bewertet nach: Geschäftswert (H/M/L) × technisches Risiko (H/M/L). Szenarien mit H/H sind die Architektur-Treiber.
    • Stakeholder-Priorisierung: Verschiedene Stakeholder bewerten denselben Qualitätsbaum unterschiedlich - der CTO priorisiert Skalierbarkeit, der CISO Sicherheit, der CFO Kosten, der Endnutzer Benutzbarkeit. Die Priorisierung macht diese Konflikte sichtbar und verhandelbar .
    • „Good Enough"-Prinzip: Nicht jede NFR muss auf 99,99 % Verfügbarkeit oder <50ms Latenz spezifiziert werden. Die Frage ist: Was ist der Business Value der Qualitätsverbesserung? 99,9 % -> 99,99 % Verfügbarkeit kostet 10× mehr Infrastruktur. Lohnt sich das?
    • Praxis-Übung: Teilnehmende erstellen einen Qualitätsbaum für ihr eigenes Projekt mit den 5 Szenarien aus Topic 3. Priorisierung nach Geschäftswert × technischem Risiko. Ergebnis: die 3 wichtigsten Architektur-Treiber sind identifiziert.
  • 6. Zielkonflikte: Die versteckten Trade-offs sichtbar machen
    • Warum Qualitätsmerkmale sich widersprechen: Nicht alle NFRs sind gleichzeitig maximierbar. Jede Architektur-Entscheidung ist ein Trade-off.
    • Die klassischen Konflikte:
      • Performance vs. Sicherheit: Verschlüsselung kostet Rechenzeit. Input-Validierung verlangsamt die Verarbeitung. Logging erzeugt I/O-Last.
      • Verfügbarkeit vs. Konsistenz: CAP-Theorem - in verteilten Systemen kann man nur zwei von drei haben (Consistency, Availability, Partition Tolerance). Eventual Consistency als Kompromiss.
      • Flexibilität vs. Performance: Abstraktion und Konfigurierbarkeit kosten Laufzeit. Ein hochflexibles Plugin-System ist langsamer als hardcodierte Logik.
      • Benutzbarkeit vs. Sicherheit: Zwei-Faktor-Authentifizierung verbessert die Sicherheit, verschlechtert die Benutzbarkeit. Passwort-Komplexitätsregeln frustrieren Nutzer.
      • Wartbarkeit vs. Performance: Clean Architecture mit vielen Abstraktionsschichten ist wartbarer, aber langsamer. Optimierter Code ist schneller, aber schwerer zu ändern.
      • Skalierbarkeit vs. Kosten: Auto-Scaling löst Lastprobleme, aber die Cloud-Rechnung kann explodieren.
    • Zielkonflikte dokumentieren: Jeder Trade-off wird explizit dokumentiert: „Wir haben uns für Eventual Consistency entschieden (zulasten von Strong Consistency), weil Verfügbarkeit für unser E-Commerce-System wichtiger ist als konsistente Lagerbestände in Echtzeit. Risiko: kurzzeitig können Nutzer ein ausverkauftes Produkt bestellen."
    • Entscheidungsmatrix: Qualitätsmerkmal × Qualitätsmerkmal -> Konflikte markieren, Priorität festlegen, Entscheidung dokumentieren.
    • Praxis-Übung: Teilnehmende identifizieren 3 Zielkonflikte in ihrem eigenen Projekt. Für jeden Konflikt: Welches Merkmal hat Vorrang? Warum? Was ist das akzeptierte Risiko? Dokumentation als Architektur-Entscheidung (Architecture Decision Record).
  • 7. NFRs in Architektur-Entscheidungen überführen
    • NFRs als Architektur-Treiber: Architektur-Entscheidungen folgen nicht aus Features, sondern aus NFRs. „Wir brauchen einen Warenkorb" (funktional) -> kann jede Architektur. „Der Warenkorb muss bei 100.000 gleichzeitigen Nutzern unter 100ms antworten" (NFR) -> erfordert Caching, CDN, horizontale Skalierung.
    • Von der NFR zur Architektur-Taktik: Für jedes Qualitätsmerkmal existieren erprobte Architektur-Taktiken: 
      • Performance: Caching, Connection Pooling, Lazy Loading, CDN, Asynchrone Verarbeitung
      • Verfügbarkeit: Redundanz, Failover, Health Checks, Circuit Breaker, Graceful Degradation
      • Sicherheit: Defense in Depth, Least Privilege, Input Validation, Encryption at Rest/in Transit
      • Wartbarkeit: Modularisierung, Dependency Injection, API-Versionierung, Feature Toggles
      • Skalierbarkeit: Horizontale Skalierung, Stateless Design, Event-Driven Architecture, Sharding
    • Architecture Decision Records (ADRs): Jede NFR-getriebene Entscheidung in einem ADR dokumentieren: Kontext -> Entscheidung -> Konsequenzen -> Status. Brücke zu arc42, C4-Modell (S6794) und Softwarearchitektur-Seminaren.
    • NFRs in der Backlog-Praxis: Wie kommen NFRs ins Sprint Backlog? Drei Patterns: als Akzeptanzkriterium einer funktionalen Story (implizit), als eigenständige technische Story (explizit), als Definition of Done-Kriterium (global).
    • Praxis-Übung: Für die Top-3-Qualitätsszenarien aus Topic 5 jeweils eine Architektur-Taktik auswählen und als ADR dokumentieren: „Weil [NFR], entscheiden wir uns für [Taktik], mit der Konsequenz [Trade-off]."
  • 8. NFRs testbar machen: Von der Spezifikation zur Verifikation
    • Testbarkeit als Qualitätskriterium einer NFR: Eine NFR, die nicht testbar ist, ist keine Anforderung - sie ist ein Wunsch. Jedes Qualitätsszenario muss eine klare Aussage enthalten, wie es verifiziert wird.
    • Teststrategien pro Qualitätsmerkmal:
      • Performance: Lasttests (k6, JMeter, Gatling - S6509 als Brücke), Benchmarks, Profiling. Testumgebung ≠ Produktion: Skalierungsfaktoren definieren.
      • Verfügbarkeit: Chaos Engineering (S6490 als Brücke), Failover-Tests, Disaster-Recovery-Übungen, SLO-Monitoring (SRE S4124 als Brücke).
      • Sicherheit: Penetrationstests (12× im GFU-Portfolio), Security Scans (OWASP, Vulnerability Management S6781), Code Reviews, Threat Modeling.
      • Benutzbarkeit: Usability Tests (S6643), A/B-Tests (S6266), Accessibility Tests (BFSG-Seminare).
      • Wartbarkeit: Code-Metriken (Cyclomatic Complexity, Coupling, Cohesion), Architektur-Fitness-Functions, Time-to-Change messen.
    • Automatisierte NFR-Validierung in CI/CD: Performance-Budgets (Lighthouse CI), Security Gates (SAST/DAST in Pipeline), Architektur-Fitness-Functions (ArchUnit, NetArchTest), Dependency Checks. NFR-Verletzungen brechen den Build - genauso wie funktionale Fehler.
    • SLOs als lebende NFRs: Service Level Objectives (SLOs) sind NFRs, die in Produktion kontinuierlich gemessen werden. Aus dem Qualitätsszenario wird ein SLI (Service Level Indicator) + SLO (Zielwert) + Error Budget (Toleranz). Brücke zu SRE (S4124).
    • Praxis-Übung: Für jedes der 5 Qualitätsszenarien eine Teststrategie definieren: Wie wird verifiziert? Welches Werkzeug? Wann im Entwicklungsprozess? Automatisierbar?
  • 9. NFR-Dokumentation: Pragmatische Formate für verschiedene Stakeholder
    • Für Stakeholder und Management: Qualitätsbaum (1 Seite) mit Priorisierung - „Das sind unsere 3 wichtigsten Qualitätsziele und was sie kosten."
    • Für Architekten und Entwickler: Qualitätsszenarien im Vollformat (Quelle-Stimulus-Artefakt-Umgebung-Reaktion-Maß) + Architektur-Taktik + ADR.
    • Für Tester: Qualitätsszenarien mit Teststrategie, Testumgebung, Werkzeug und Erwartungswerten.
    • Für den Product Owner / Backlog: NFR als Akzeptanzkriterium: „Diese Story ist nur 'Done', wenn die Response Time unter 200ms bei 500 concurrent Users liegt (verifiziert durch k6-Lasttest)."
    • NFR-Register: Zentrale Tabelle aller NFRs mit ID, Qualitätsmerkmal, Szenario, Priorität, Architektur-Taktik, Teststrategie, Status. In Confluence, Wiki oder Jira Custom Fields.
    • Versionierung und Evolution: NFRs ändern sich - Lastprognosen steigen, Compliance-Anforderungen verschärfen sich, Geschäftsmodelle wandeln sich. NFRs regelmäßig reviewen (quartalsweise), nicht als statisches Dokument behandeln.
  • 10. Praxis-Workshop: „Ihre NFRs - systematisch spezifiziert"
  • Phase 1 - NFR-Ermittlung (20 Min):
    • ISO-25010-Checkliste auf das eigene Projekt anwenden.
    • 3 relevante Qualitätsmerkmale identifizieren, die bisher nicht oder vage spezifiziert sind.
  • Phase 2 - Qualitätsszenarien formulieren (25 Min):
    • Für jedes Merkmal ein vollständiges Qualitätsszenario im 6-Elemente-Schema formulieren.
    • Peer-Review: Ist es messbar? Testbar? Für alle Stakeholder verständlich?
  • Phase 3 - Qualitätsbaum und Zielkonflikte (20 Min):
    • Qualitätsbaum erstellen und nach Geschäftswert × Risiko priorisieren.
    • Einen Zielkonflikt identifizieren und als ADR dokumentieren.
  • Phase 4 - Teststrategie und Dokumentation (15 Min):
    • Für die Top-3-Szenarien die Teststrategie festlegen.
    • NFR-Register als Tabelle anlegen (ID, Szenario, Priorität, Taktik, Test, Status).

  • Requirements Engineers und Business-Analysten: Die nicht-funktionale Anforderungen genauso systematisch spezifizieren wie funktionale.
  • Software-Architekten: Die Qualitätsanforderungen als Treiber für Architektur-Entscheidungen nutzen und nachvollziehbar dokumentieren.
  • Product Owner und Produktmanager: Die Qualitätserwartungen der Stakeholder in testbare Kriterien übersetzen - statt „das System soll schnell sein" im Backlog stehen zu lassen.
  • Testmanager und QA-Verantwortliche: Die aus nicht-funktionalen Anforderungen systematisch Teststrategien und Testfälle ableiten.
  • DevOps- und SRE-Teams: Die SLOs, SLIs und Error Budgets aus Geschäftsanforderungen ableiten statt aus technischen Vermutungen.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Requirements Engineering (was sind Anforderungen, wie werden sie dokumentiert?). Grundverständnis von Software-Architektur (Client-Server, APIs, Datenbanken). Keine tiefgehenden technischen Vorkenntnisse nötig - das Seminar ist methodisch, nicht tool-spezifisch.


In Präsenz

Online
Lernmethode

Ausgewogene Mischung aus Theorie und praktischen Übungen auf persönlichem Schulungs-PC.

Wie auch bei unseren Präsenz-Seminaren: Ausgewogene Mischung aus Theorie und praktischen Übungen. Trainer durchgehend präsent.

Unterlagen

Seminarunterlagen oder Fachbuch inklusive. Das Fachbuch wählt der Trainer passend zum Seminar aus - Ihren individuellen Buch-Wunsch berücksichtigen wir auf Nachfrage gerne.

Seminarunterlagen oder Fachbuch inklusive (via DHL). Das Fachbuch wählt der Trainer passend zum Seminar aus - Ihren individuellen Buch-Wunsch berücksichtigen wir auf Nachfrage gerne.

Arbeitsmaterialien

DIN A4 Block, Notizblock, Kugelschreiber, USB-Stick, Textmarker, Post-its

Teilnahmezertifikat

Nach Abschluss des Seminars erhalten Sie das Teilnahmezertifikat inkl. Inhaltsverzeichnis per E-Mail als PDF.


In Präsenz

Online
Teilnehmendenzahl

min. 1, max. 8 Personen

Garantierte Durchführung

Ab 1 Teilnehmenden*

Schulungszeiten
2 Tage, 09:00 - 16:00 Uhr
Ort der Schulung
GFU Schulungszentrum oder Virtual Classroom
GFU Schulungszentrum
Am Grauen Stein 27
51105 Köln-Deutz

oder online im Virtual Classroom oder europaweit bei Ihnen als Inhouse-Schulung

Um ein optimales Raumklima zu gewährleisten, haben wir das Schulungszentrum mit 17 hochmodernen Trotec TAC V+ Luftreinigern ausgestattet. Diese innovative Filtertechnologie (H14 zertifiziert nach DIN EN1822) sorgt dafür, dass die Raumluft mehrfach pro Stunde umgewälzt wird und Schadstoffe zu 99.995% im HEPA-Filter abgeschieden und infektiöse Aerosole abgetötet werden.

Zusätzlich sind alle Räume mit CO2-Ampeln ausgestattet, um jederzeit eine hervorragende Luftqualität sicherzustellen.

Räumlichkeiten

Helle und modern ausgestattete Räume mit perfekter Infrastruktur

Bequem aus dem Homeoffice von überall

Preisvorteil

Dritter Mitarbeitende nimmt kostenfrei teil.
(Nicht mit anderen Rabatten kombinierbar.)

Eventuell anfallende Prüfungskosten für den dritten Teilnehmenden werden zusätzlich berechnet - auch bei Seminaren inkl. Prüfungsgebühr.

Hinweis: Um den Erfolg der Schulung zu gewährleisten, sollte auch der dritte Teilnehmende die erwarteten Vorkenntnisse mitbringen.

All-Inclusive

Gebäck, Snacks und Getränke ganztägig, Mittagessen im eigenen Restaurant, täglich 6 Menüs, auch vegetarisch

Eine Auswahl unserer Frühstücks-Snacks und Nervennahrungs-Highlights senden wir Ihnen mit den Seminarunterlagen via DHL zu.

Barrierefreiheit

Das GFU-Schulungszentrum (Am Grauen Stein 27) ist barrierefrei

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Weiterbildung Nicht-funktionale Anforderungen: Qualitätsszenarien systematisch spezifizieren

TerminOrtPreis
28.09.-29.09.2026
Plätze vorhanden
Köln / Online 1.440,00
Köln / Online 1.440,00 Buchen Vormerken
30.11.-01.12.2026
Plätze vorhanden
Köln / Online 1.440,00
Köln / Online 1.440,00 Buchen Vormerken
2027
12.04.-13.04.2027
Plätze vorhanden
Köln / Online 1.440,00
Köln / Online 1.440,00 Buchen Vormerken
14.06.-15.06.2027
Plätze vorhanden
Köln / Online 1.440,00
Köln / Online 1.440,00 Buchen Vormerken
16.08.-17.08.2027
Plätze vorhanden
Köln / Online 1.440,00
Köln / Online 1.440,00 Buchen Vormerken
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  • Kostenfreies Storno bis zum Vortag des Seminars
  • Rechnung nach erfolgreichem Seminar
  • All-Inclusive-Preis
  • Garantierter Termin und Veranstaltungsort
  • Preise pro Person zzgl. Mehrwertsteuer
  • Dritter Mitarbeitende kostenfrei (Nicht mit anderen Rabatten kombinierbar.)
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