Sicherstellung von hochverfügbaren Linux-Servern auf der Basis von Open-Source Software und moderater Hardware-Ausstattung.
Inhalt
Hochverfügbarkeit
Grundsätzliche Überlegungen zur Hochverfügbarkeit und Redundanz
Analyse von potentiellen Schwachstellen und Risikobewertung
Hochverfügbarkeitskonzepte und -modelle
Redundante Komponenten, Hardware-, Service- und Server-Monitoring
Hochverfügbarkeit auf Server-Ebene
Verfügbare Datei-Systeme und ihre Vor- und Nachteile
Journaling-Dateisysteme im Detail
Clever mit SMART: automatisiertes Disk-Monitoring
Software-RAIDs konzeptionieren und administrieren, partitionable Raids
Arbeiten mit dem Logical Volume Manager (LVM2)
LVM-Snapshots, lineare und gestripte LVs
Datendurchsatz und Ausfallsicherheit erhöhen: Netzwerkkarten- Bonding
Monitoring und Healthcheck auf Server-Ebene
Überwachung und Kontrolle von Services und Systemressourcen
Syslog-Services und automatisierte Logauswertung
Hochverfügbarkeit auf Netzwerk-Ebene
Einführung in OpenSource-Cluster: Heartbeat/OpenAIS und
Pacemaker
Cluster-Messaging mit Heartbeat/OpenAIS
Pacemaker: Cluster-Ressourcen im CRM
LSB und OCF-Agenten
Primitives, Groups, Clonesets und Multistate-Ressourcen
Constraints: Cluster-Regelwerke definieren
Split-Brain verhindern: Fencing und Stonith
Cluster-Administration per GUI, XML, Kommandozeile und CRM-Shell
Hochverfügbare Serverdienste einrichten und testen
DRBD: Raid 1 im Netzwerk, Dual-Primary-DRBD in DRBD V8
Shared Storage mit DRBD und iSCSI
Cluster-Dateisysteme und Locking-Mechanismen
Einführung in den CLVM (Clustered Logical Volume Manager)
XEN-Ressourcen im Cluster managen
Live-Migration von XEN-VMs
Backup und Disaster-Recovery
Konzeptionelle Ansätze
Planung von effizienten Backup-Strategien
Entwurf und Test von Disaster-Recovery-Prozeduren
Seminar-Ziel
Nach Abschluss des Seminars kennen die Teilnehmer die wichtigsten, praxiserprobten Vorgehensweisen und konzeptionellen Ansätze, um ihre Linux-Server-Systeme auf der Basis von Open-Source-Software -und vor allem moderater Hardware-Ausstattung- hochverfügbar zu machen. Die Teilnehmer erlernen u. a. die Konzeption und Administration von Software-Raid-Systemen, sowie den Umgang mit dem flexiblen Logical Volume Manager (LVM2). Nach der Sicherstellung der Hochverfügbarkeit auf Server-Ebene erlernen die Teilnehmer die Sicherstellung der Hochverfügbarkeit von Diensten und Speichermedien auf Netzwerkebene anhand eines Heartbeat/OpenAIS-Pacemaker-Clusters in Verbindung mit Distributed Replicated Block Devices (DRBD, dem "Netzwerk-Raid"), sowie dem neuen "Clustered Logical Volume Manager" CLVM. Ebenso werden Prozeduren zur Einrichtung eines Shared Storage vorgestellt, auf dessen Basis XEN-VMs gehostet und als Live-migrierbare Ressourcen im Cluster verwaltet werden. Zusätzliche Vorgehensweisen und Prozeduren zur Überwachung von Diensten und den vitalen und systemkritischen Komponenten der Server runden das Gesamtpaket ab.
Wer sollte teilnehmen
Administratoren und Systembetreuer, die ihre Serversysteme auf der Basis von Open-Source-Software -und vor allem moderater Hardware-Ausstattung- hochverfügbar machen möchten. Vorkenntnisse in den Bereichen "Linux-System- und Netzwerk-Administration" sollten vorhanden sein.
Dauer des Seminars
3 Tag(e), 1. Tag 10:00-17:00h, Folgetag(e) 09:00-16:00h
Teilnehmerzahl
max. 8 Personen
Seminar-Gebühren
1.380,00 Euro p. P. zzgl. MwSt., inkl. Seminar-Unterlagen, Teilnahmezertifikat, Mittagessen und ganztägig Getränke, Obst und Snacks